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23. Oktober 2012 18:30; Akt.: 23.10.2012 19:10

Anrainer gegen 21-Meter-Gebäude in Alpenstraße: „Als ob ich in die Hölle schau’“

Gunter Abel, Obmann der "Initiative freie Bürger Josefiau", zeigt die Pläne des Bauprojekts. Gunter Abel, Obmann der "Initiative freie Bürger Josefiau", zeigt die Pläne des Bauprojekts. - © SALZBURG24
von Elisabeth Zeilinger - Wieder einmal sorgt ein Bauprojekt der Stadt Salzburg für Aufregung. Diesmal betrifft es den Stadtteil Josefiau neben der Alpenstraße.

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Bereits im Juni 2012 wurde den Anrainern in der Enzingergasse mitgeteilt, dass auf dem rund 2.400 Quadratmeter großen Grundstück zwischen dem Erotik-Diskont-Markt und dem Wüstenrot-Gebäude an der Alpenstraße ein weiterer Bau errichtet werden soll. Nach Vorlage der Baupläne soll das Haus für Büros, Geschäfte und Wohnungen dienen.

„Wie ein Riesengrabstein“

Anrainer wehren sich nun gegen das Projekt, allen voran Gunter Abel, Obmann der „Initiative freie Bürger der Josefiau“. Er wohnt bereits seit 58 Jahren in einem Einfamilienhaus in der Josefiauer Siedlung neben der Alpenstraße. „Wir möchten ja nicht den gesamten Bau verhindern. Aber mit den geplanten 21 Metern ist das Gebäude zu hoch. Noch dazu soll die Farbe des Hauses anthrazit, also sehr dunkel werden. Das ist so, als ob ich in die Hölle schau, das sieht einfach aus wie ein Riesengrabstein.“, so der 69-Jährige im Gespräch mit SALZBURG24.

Unmittelbar betroffen von dem Bauprojekt sind alle Anrainer der Enzingergasse, das sind mehr als elf Familien, die durch den Bau des Gebäudes eingeschränkt sind. „Vor allem die Höhe des Gebäudes ist für uns untragbar, das neue Gebäude wirft einen Schatten über die ganze Straße, das heißt ab 15 Uhr ist dann die Sonne so gut wie weg“, sagt Abel.

Ein Teil der Grünfläche war früher im Privatbesitz, gehörte dann der Stadt Salzburg, und wurde schließlich weiterverkauft. Nun möchte ein Linzer Bauträger das neue Gebäude errichten – die Pläne dafür sind erstellt, derzeit wird das Grünland umgewidmet. „Wir wollen, dass der Bau einfach an die Siedlung angepasst wird. Zwar wurde die Höhe des Projekts schon etwas reduziert, ist aber immer noch um ein Stockwerk zu hoch. Ideal wären drei Stockwerke und ein ausgebautes viertes Stockwerk im Dachgeschoß, so dass es stufenweise geht.“, schlägt Gunter Abel vor.

Abel einst selbst in Stadtpolitik aktiv

Wehren können sich die Bürger schwer, aber aufgeben wollen sie nicht. Mittels Rechstanwalt will die Bürgerinitative nun gegen das umstrittene Bauprojekt vorgehen. Gunter Abel hat als damaliger Mitbegründer der Bürgerliste kein Verständnis mehr für die heutige Planungspolitik der Stadt Salzburg: „Damals war mir als Politiker vor allem wichtig, sich für die Erhaltung der Landschaft in Salzburg einzusetzten. Es war immer klar, kleine Bürger vor Machenschaften der Bau-Lobby zu beschützen. Im Gegensatz dazu ist Padutsch ein absoluter Förderer dieser Lobby, das ist nicht verständlich, für einen der die Bürgerliste vertritt.“, so Abel abschließend.



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