Anschläge in Dresden auf Moschee und Kongressgebäude

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Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus (Symbolbild).
Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus (Symbolbild). - © Bilderbox
In Dresden sind Sprengstoffanschläge auf eine Moschee und das Internationale Congress Center verübt worden. Personen seien nicht verletzt worden, teilte die sächsische Polizei zu den Vorfällen von Montagabend mit. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. In beiden Fällen soll ein selbstgebauter Sprengsatz verwendet worden sein.

“Beide Anschläge stehen zeitlich im Zusammenhang”, erklärte Polizeipräsident Horst Kretzschmar. “Auch wenn uns bislang kein Bekennerschreiben vorliegt, müssen wir von einem fremdenfeindlichen Motiv ausgehen.” Er sehe zudem eine Verbindung zu den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit am kommenden Wochenende. In der sächsischen Landeshauptstadt finden in diesem Jahr die zentralen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) statt.

Imam mit Familie zu Zeitpunkt der Explosion in Moschee

Zum Zeitpunkt der Detonation befanden sich der Imam mit seiner Frau und den beiden Söhnen in der Moschee. Sie blieben unverletzt. Durch die Druckwelle der Explosion sei die Eingangstür nach innen gedrückt worden, teilte die Polizei mit. Im Gebäude sei Ruß abgelagert worden.

Explosion bei Congress Center in Dresden

Am Internationalen Congress Center Dresden zerstörte die Hitze der Explosion die Seite eines Glasquaders auf einer Freifläche. Der terrassenförmig angelegte Bau liegt direkt am Elbufer. Eine Hotelbar wurde evakuiert. Die Polizei forderte Gäste mit Zimmer Richtung Terrasse auf, von ihren Fenstern wegzubleiben. Auch hier wurde niemand verletzt.

(APA/dpa/ag.)

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