EU warnt mit 42 neuen Schock-Bilder auf Zigarettenpackungen

Die Kommision hat sich für 42 Schock-Bilder entschieden, die vom Rauchen abhalten sollen.
Die Kommision hat sich für 42 Schock-Bilder entschieden, die vom Rauchen abhalten sollen. - © Europäisches Parlament
Das neue Anti-Raucher-Gesetz der EU wurde bereits Anfang des Jahres beschlossen. Jetzt will man Ernst machen und hat sich für 42 Schock-Bilder entschieden, die ab Mai 2016 auf den Zigarettenpackungen kleben sollen.

Die Bilder, für die sich die Brüsseler Kommission entschieden hat, sind ekelig und grauenhaft – und das mit Absicht. Sie zeigen etwa schwarze Löcher im Hals, zerfetzte, schwarze Lungen, Grabsteine, sterbende Eltern und trauernde Angehörige. Die 42 Schock-Bilder sollen dazu dienen, vor allem junge Menschen vor dem Rauchen abzuschrecken, heißt es. Die Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen machen 65 Prozent auf der Vorder- und Rückseite aus.

Verhindern, dass junge Menschen mit dem Rauchen anfangen”

„Wir können nicht verhindern, dass rund 300 Menschen am Tag infolge von Rauchen sterben. Aber wir können verhindern, dass 300 junge Menschen anfangen zu rauchen”, sagte der einflussreiche CDU-Umweltexperte im EU-Parlament, Karl-Heinz Florenz der deutschen “Welt“.

 

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Parlament und Regierung müssen noch zustimmen

Nach Angaben der Zeitung müssten jetzt nur noch das EU-Parlament und die Regierungen den Kommissionsplänen zustimmen. Das gelte jedoch als reine Formsache, heißt es.

Slim-Zigaretten bleiben weiterhin erlaubt

Weiterhin erlaubt bleiben Slim-Zigaretten. Aromastoffe werden verboten, wobei Menthol noch eine Übergangsfrist bis zum endgültigen Verbot 2020 erhält. Die anderen Zusatzstoffe werden nach drei Jahren untersagt.

Anti-Raucher-Kampagne umstritten

Die Verschärfung der Tabakrichtlinie war innerhalb der EU umstritten. Die Industrie warnt vor drohenden Jobverlusten. Die EU-Kommission verweist hingegen auf die jährlich 700.000 Toten in Europa, die an den Folgen vom Rauchen sterben. Daher müsse der Tabakkonsum dringend verringert werden.

 

(APA/SALZBURG24)

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