12. Juni 2012 15:14; Akt.: 12.06.2012 15:14

Apple verabschiedet sich bei iPhone und iPad von Google Maps

Apple präsentierte neue Landkarten-Software für iPhone und iPad. Apple präsentierte neue Landkarten-Software für iPhone und iPad. - © AP
Im erbitterten Kampf um Marktanteile auf dem Mobilmarkt entfernen sich die früher befreundeten Unternehmen Apple und Google immer weiter voneinander.

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Apple verzichtet in Zukunft bei seinem Mobiltelefon iPhone und dem Tablet-PC iPad auf die Landkarten-Software des Suchmaschinenanbieters und kontert mit einem eigenen Service. Die Vorstellung des Angebotes war einer der Höhepunkte der Apple-Präsentation am Montag in San Francisco. Dabei stellte das kalifornische Unternehmen auch neue Laptop-Computer mit hochauflösenden Bildschirmen vor. Zudem soll die iPhone-Sprachsteuerung Siri auch auf dem iPad zum Einsatz kommen.

Neue Kartenanwendung kommt mit iOS 6

Die Kartenanwendung ist Bestandteil des Betriebssystems iOS 6, das im Herbst auf den Markt kommen soll und auf iPhones und iPads zum Einsatz kommt. Bisher hatten die Geräte Google Maps installiert. Der Schritt ist ein Schlag für den Internetkonzern, weil das Kartenangebot oft von Apple-Nutzern in Anspruch genommen wird. Die neue Anwendung von Apple – Ergebnis einer jahrelangen Entwicklungsarbeit – enthält unter anderem dreidimensionale Ansichten von Großstädten, aktuelle Verkehrsinformationen und eine Navigationsfunktion mit Sprachanweisungen.

Apple will nicht auf Konkurrent angewiesen sein

Der Analyst Colin Gillis von BGC Partners sagte, Apple könne es sich nicht leisten, auf das Kartenangebot eines Konkurrenten angewiesen zu sein. So hätte Google irgendwann keine Karten mehr zur Verfügung stellen können.

Apple und Google: Allianz zerbrochen

Apple und Google galten früher als befreundete Konzerne. Der damalige Google-Chef Eric Schmidt saß sogar im Verwaltungsrat von Apple. Weil sich der Mobilmarkt aber immer rasanter entwickelte und Google mit seinem Betriebssystem Android gegen Apple antrat, zerbrach die Allianz. Android ist etwa auf Geräten des koreanischen Telefonherstellers Samsung Electronics installiert. Aber auch Motorola Mobility, das von Google gekauft wurde, setzt das Betriebssystem ein.

(APA)



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