Arbeitslosigkeit bleibt auf Rekordhöhe

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Die Arbeitslosigkeit in Salzburg bleibt auf Rekordhoch.
Die Arbeitslosigkeit in Salzburg bleibt auf Rekordhoch. - © Neumayr/MMV
Die Arbeiterkammer Salzburg spricht von der höchsten Beschäftigungslosigkeit seit dem zweiten Weltkrieg und fordert Investitionen von der Politik. Seit der Krise im Jahr 2009 stieg die Arbeitslosigkeit um etwa 50 Prozent. Im österreichischen Vergleich ist Salzburg aber Spitzenreiter.

Die Zahl der Arbeitsplätze ist im Vorjahr um 756 auf insgesamt knapp 238.000 gestiegen –  ein Plus von 0,3 Prozent. „Das ist kein Grund zum Jubeln“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler, „Diese Zahl ist zu gering, um die Rekordarbeitslosigkeit abzufangen.“ Der Zuwachs würde fast zur Gänze auf dem Anstieg schlechter bezahlter Teilzeitjobs basieren, heißt es weiter. Die Inländerbeschäftigung geht zurück und immer mehr ältere Arbeitnehmer bleiben auf der Strecke. Pichler: „Die Politik muss deshalb Geld für eine aktive Arbeitsmarktpolitik in die Hand nehmen, anstatt Sparen zum einzigen politischen Programmpunkt zu erheben!“

Arbeitslosigkeit in Zahlen

  • 17.644 Frauen und Männer (inklusive Schulungsteilnehmer) standen in Salzburg im Jahresschnitt 2014 ohne Arbeit da. Das ist eine Zunahme um 10,6 Prozent oder 1.688 Personen im Vergleich zum Jahr davor.
  • Noch krasser fällt der Vorkrisenvergleich aus: Gegenüber dem Jahr 2008 ist die Arbeitslosigkeit um gar 50,8 Prozent in die Höhe geschossen! 5.944 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer mehr sind das. Und: Seit über drei Jahren steigt die Arbeitslosigkeit permanent.
  • Selbst die Zahlen vom Höhepunkt der Krise 2009 erscheinen mittlerweile wie ein besseres Gestern. Denn 2014 waren immer noch 14,3 Prozent oder 2.202 Menschen (inklusive Schulungsteilnehmer) mehr arbeitslos als zu diesem Zeitpunkt, als die Politik bereits mit allem was sie hatte Beschäftigung und Wirtschaft anheizte.
  • Gleichzeitig zur Rekordarbeitslosigkeit herrscht Rekordbeschäftigung. 244.646 Beschäftigungsverhältnisse sind im Bundesland vermerkt. Dabei handelt es sich aber oft um Teilzeitstellen, meint die AK.
  • Salzburg steht im österreichischen Vergleich bei der Arbeitslosigkeit am Besten da.

Investitionen in Salzburg gefordert

„Wenn verhindert werden soll, dass die Krise neuerlich mit voller Wucht losbricht, dann braucht es jetzt endlich Investitionen in Infrastruktur und Wohnen“, fordert dementsprechend AK-Präsident Siegfried Pichler: „Die höchste Arbeitslosigkeit seit Ende des Zweiten Weltkrieges wird in diesem Jahr im negativen Sinn übertroffen werden und das Beschäftigungsvolumen stagniert im besten Fall. Wenn es auch in anderen Bundesländern zahlenmäßig noch schlimmer ausschaut, müssen trotzdem bei uns die Alarmglocken läuten. Schönfärbende Vergleiche sorgen nämlich nicht dafür, dass es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern besser geht.“

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