Arbeitslosigkeit in Salzburg sinkt leicht

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Die Zahl der Arbeitslosen ist in Salzburg leicht zurückgegangen.
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Salzburg leicht zurückgegangen. - © APA/HERBERT PFARRHOFER
Der Arbeitsmarkt in Salzburg ist im Oktober von der einsetzenden Saisonarbeitslosigkeit im Tourismus geprägt. Dem entsprechend stammt auch ein Drittel aller derzeit Arbeitslosen aus dieser Branche. Trotzdem sind die Arbeitslosenzahlen im Hotel- und Gastgewerbe gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 7,8 Prozent bzw. 450 Personen zurückgegangen.


Die Gesamtarbeitslosigkeit war um 3,2 Prozent rückläufig. Damit waren Ende Oktober exakt 16.135 Personen (-537) arbeitslos vorgemerkt. Dazu kommen 2.944 Personen, die an Schulungsaktivitäten des AMS teilnehmen. Ihre Zahl ist um 6,3 Prozent gesunken. Rechnet man Arbeitslosigkeit und Schulungsteilnahmen zusammen, ergibt sich ein Minus an Jobsuchenden von 3,7 Prozent.

Arbeitslosenquote im Jahresvergleich gesunken

Saisonbedingt hat sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zu den Vormonaten erhöht, ist im Jahresvergleich aber um 0,3 Prozentpunkte auf nunmehr 6,2 Prozent gesunken (nach nationaler Berechnungsmethode). Damit liegt Salzburg im Ranking der Bundesländer hinter Oberösterreich an zweiter Stelle.

4.179 Arbeitslose in Salzburg gemeldet

„Die günstigere Konjunkturentwicklung aus dem zweiten und dritten Quartal setzt sich auch zum Jahresende hin fort“, benennt Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, die Hauptursache für den positiven Trend. So ist auch die Zahl der dem AMS gemeldeten offenen Stellen um 43 Prozent auf 4.179 gestiegen.

Als erfreulich bezeichnet man beim AMS auch den Umstand, dass die bisher stetig steigende Arbeitslosigkeit bei Älteren mit einem Plus von lediglich 0,8 Prozent nun nahezu stagniere. Bei jungen Arbeitskräften bis 24 Jahre sinkt die Arbeitslosigkeit mit minus sieben Prozent weiterhin überproportional.

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Zahl der arbeitslosen Frauen gleich hoch

Nahezu gleich hoch ist die Zahl arbeitsloser Frauen (8.076) und Männer (8.059): Allerdings war der Rückgang bei den männlichen Arbeitskräften mit minus 3,9 Prozent stärker ausgeprägt als bei den Frauen mit minus 2,6 Prozent.

Stärkste Rückgänge in Gastronomie, Baugewerbe und Warenproduktion

Neben der erwähnten Gastronomie und Hotellerie konnten das Baugewerbe (-9,8%) und die Warenproduktion (-6,5%) die stärksten Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit erzielen. Schwächen zeigen sich aber derzeit in einigen Dienstleistungsbranchen, auch wenn sich die absoluten Zahlen der Betroffenen teils auf niederem Niveau bewegen: So ist die Arbeitslosigkeit im Grundstücks- und Wohnungswesen um 28,3 Prozent (+34 Personen), bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen um 15,6 Prozent (+22 Personen) und im Gesundheits- und Sozialwesen um 10,6 Prozent (+71 Personen) gestiegen.

Mehr Arbeitslose im Flachgau

Regional verzeichnet lediglich der Flachgau einen leichten Zuwachs der Arbeitslosigkeit im Ausmaß von plus 3,1 Prozent auf 2.769 Betroffene. Leicht gesunken sind die Arbeitslosenzahlen in der Landeshauptstadt mit minus 0,8 Prozent auf 5.064. Ebenfalls unter dem Landesschnitt rückläufig war die Arbeitslosigkeit im Tennengau (-1,7% auf 1.393). Innergebirg sind die Rückgänge deutlicher ausgefallen: Pongau minus 9,8 Prozent (auf 2.764 Betroffene), Lungau minus 7,8 Prozent (auf 603) und Pinzgau minus 5,4 Prozent (auf 3.542).

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