Salzburg hat wenigste Arbeitslose in Österreich

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Ende Dezember warten 443.481 Menschen auf Arbeitssuche
Ende Dezember warten 443.481 Menschen auf Arbeitssuche - © APA (dpa)
Der Trend am Arbeitsmarkt hat auch im letzten Monat des Jahres 2017 angehalten: Die Zahl der Arbeitslosen ist gesunken. Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 443.481 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 5,9 Prozent. Salzburg hat im Bundesländervergleich die niedrigste Arbeitslosigkeit: 14.165 Menschen waren auf Arbeitssuche.

Die gute Konjunkturlage machte sich auch im Dezember auf dem Salzburger Arbeitsmarkt mit sinkender Arbeitslosigkeit vor allem in der Produktion bemerkbar. Auch der Gesamtjahresschnitt 2017 war vom Aufschwung geprägt und sicherte dem Bundesland Salzburg die bundesweit niedrigste Arbeitslosenquote.

Salzburg mit niedrigster Arbeitslosenquote

Genau 14.165 Personen waren am letzten Tag des Jahres 2017 beim AMS Salzburg als arbeitslos vorgemerkt. Damit ist die Arbeitslosigkeit im Dezember um 5,7 Prozent – bei Einrechnung der Schulungsteilnahmen um 5,6 Prozent – gesunken. Bundesweit hat der Rückgang minus 7,7 bzw. minus 5,9 Prozent betragen. Die Anzahl der Schulungsteilnahmen ist in Salzburg im Dezember um 5,4 Prozent auf 2.030 zurückgegangen, österreichweit um 6,6 Prozent gestiegen.

Die Arbeitslosenquote ist bei einem – vorläufig geschätzten – Stand von rund 262.000 unselbständig Beschäftigten um 0,4 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent gesunken (Österreich: 9,4 Prozent). Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, zur aktuellen Lage: „Der Jahresausklang ist ebenso wie das Gesamtjahr 2017 von der positiven Konjunktur geprägt. Das zeigt sich in der stark rückläufigen Arbeitslosigkeit im Produktionssektor ebenso wie bei der Arbeitskräfteüberlassung. Weiters geht auch im Hotel- und Gastgewerbe sowie im Handel die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurück.“

Mehr Männer als Frauen in Salzburg arbeitslos

Bei männlichen Arbeitskräften war die Arbeitslosigkeit mit minus 6,2 Prozent stärker rückläufig als bei Frauen mit minus 4,7 Prozent, allerdings war die absolute Zahl Arbeitsloser bei den Männern mit 9.042 Betroffenen höher als bei den Frauen mit 5.123 Vorgemerkten.

Junge Arbeitskräfte bis einschließlich 24 Jahre konnten mit einem Arbeitslosenrückgang von 12,7 Prozent von der Arbeitsmarktlage besonders profitieren. Auch bei der Altersgruppe ab 50 Jahre wird nun eine leichte Entlastung im Ausmaß von minus 2,3 Prozent spürbar. Allerdings steigt die Zahl Langzeitarbeitsloser (länger als 1 Jahr vorgemerkt) mit plus 10,8 Prozent weiterhin deutlich. Knapp die Hälfte der rund 1.300 Betroffenen ist 55 Jahre oder älter, ihre Zahl hat um zwölf Prozent zugenommen.

Mehr Arbeitslose im Pongau

Unter den Bezirken konnte besonders der Tennengau die Bedingungen der guten Konjunktur mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 10,8 Prozent nutzen, gefolgt vom Flachgau (-9,6%) und dem Lungau (-8,4%). Im Landesschnitt waren die Arbeitslosenzahlen im Pinzgau (-5,7%) rückläufig, etwas darunter in der Stadt Salzburg (-4,0%). Lediglich im Pongau (+1,9%) gab es einen leichten Zuwachs zu verzeichnen – hier macht sich die Saisonarbeitslosigkeit am Bau am stärksten bemerkbar.

 

(APA)

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