ARGEkultur Salzburg: Drei Neuproduktionen für 2017

Die ARGEkultur zieht eine positive Bilanz.
Die ARGEkultur zieht eine positive Bilanz. - © ARGEkultur/Amersdorfer
Der ARGEkultur Salzburg geht es gut. Mit 44.000 Zuschauern im vergangenen Jahr verzeichnete der Kulturveranstalter eine zehnprozentige Steigerung zum Höchststand. “Von den Zahlen her gesehen war 2016 ein unwahrscheinlich außergewöhnliches Jahr für uns”, so Markus Grüner-Musil, Künstlerischer Geschäftsführer am Dienstag bei einem Pressegespräch.

Als erstes Kulturunternehmen in Österreich hat die ARGEkultur 2016 eine Gemeinwohlbilanz erstellt. Die Bilanz ist ein Denk- und Wirtschaftsmodell, das eine Alternative zum klassisch kapitalistischen Modell der Gewinnmaximierung aufzeigt. Besonders im Bereich des ethischen Beschaffungsmanagements ist die ARGE durch ihre Regionalität sehr gut aufgestellt. Weiteres Entwicklungspotenzial sieht Daniela Gmachl, Kaufmännische Geschäftsführerin, noch im Bereich der ökonomischen Nachhaltigkeit.

44.000 Besucher 2016 in der ARGEkultur

325.000 Euro konnte das Kulturunternehmen durch den Kartenverkauf im vergangenen Jahr einnehmen. Mit 44.000 Besuchern wurden rund 8.000 Zuschauer mehr als 2015 verzeichnet. “Das Produzieren ist inhaltlich das Wichtigste. Wenn man Neues zeigen will, muss man es auch schaffen”, so Grüner-Musil. Deshalb stehen im Programm 2017 auch wieder drei Neuproduktionen des Hauses: das Theaterstück “Lupus in fabula” von Henriette Dushe (24. 2. und 3. 3.), die Performance “wallflowering” (8. bis 10. 3.), eine internationale, österreichisch-schweizerische Koproduktion mit Iris Heitzinger und Francoise Boillat, und das “Open Mind Festival” (9. bis 19. 11.), das dieses Jahr unter dem Motto “Lonely Planet. Kollektive für Individuen” (Arbeitstitel) steht und sich mit der Ambivalenz von Individualität und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit in der Kunst befasst.

Hälfte der Vorstellungen sind darstellende Kunst

Darstellende Kunst ist das zentrale Element im Programm der ARGE. Auch 2017 kommen gut 50 Prozent der Vorstellungen aus diesem Bereich. Mehr sei momentan auch nicht möglich, sagt Grüner-Musil. Besonders erfreulich sei auch der hohe Anteil an Regisseurinnen in diesem Jahr, die den unterschiedlichsten Generationen entstammen, worauf man sehr stolz sei.

ARGEkultur startet elektronische Musikreihe

Im Bereich Musik startet mit “bassive” eine speziell elektronische Musikreihe. Stilistisch hat diese Musik in England und Frankreich schon eine starke Position eingenommen, in Salzburg werde die Szene immer gefragter. Daher wird auch der Elektronik-Land Preis im Auftrag der Kulturabteilung des Landes Salzburg von der ARGEkultur durchgeführt. Einen Preis in dieser Kategorie gibt es bisher nur im Bundesland Salzburg.

Auch die Poetry Slams, seit 2009 das erfolgreichste Reihenprojekt der ARGE, werden dieses Jahr fortgeführt. Im Mai findet außerdem die österreichische U-20 Meisterschaft im Poetry-Slam statt und im November sind die Kritischen Literaturtage programmiert.

(APA)

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