Ariane-Rakete brachte Satelliten mit Elektroantrieb ins All

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Rakete hob von Französisch-Guyana aus ab
Rakete hob von Französisch-Guyana aus ab - © APA (AFP)
Eine Ariane-5-Rakete hat den ersten in Europa gebauten Telekommunikationssatelliten mit komplett elektrischem Antrieb ins All gebracht. Die Trägerrakete hob in der Nacht zum Freitag deutscher Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab.

Der Satellit Eutelsat 172B wurde von Airbus Defence and Space in Toulouse gebaut. Er nutzt den elektrischen Antrieb sowohl dafür, nach dem Aussetzen im All zu seiner endgültigen Umlaufbahn zu kommen, als auch für spätere Lagekorrekturen.

Elektro-Antriebe brauchen länger zum Ziel

Elektro-Antriebe brauchen deutlich weniger Treibstoff als klassische chemische Antriebe. Die Satelliten haben deshalb entweder mehr Platz für Nutzlast oder sind leichter, womit günstigere Trägerraketen für den Weg ins All eingesetzt werden können. Allerdings haben Elektro-Antriebe einen deutlich geringeren Schub und brauchen deshalb länger für den Weg zum Ziel-Orbit. Die ersten voll-elektrisch angetriebenen Satelliten des Airbus-Rivalen Boeing waren bereits 2015 ins All geschossen worden.

Mit Eutelsat 172B will der Betreiber Eutelsat Kommunikationsdienste in der Pazifikregion anbieten.

(APA/dpa)

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