Tote bei Luftangriffen in Aleppo

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Die USA sollen Hilfen an Rebellen einstellen
Die USA sollen Hilfen an Rebellen einstellen - © APA (AFP)
Bei einer Reihe schwerer Luftangriffe auf die Rebellengebiete Aleppos in Nordsyrien sind nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 21 Zivilisten getötet worden. Es seien mindestens 40 Bombardements des Regimes und seines Verbündeten Russland auf die geteilte Großstadt niedergegangen, sagte Ibrahim al-Haj von den zivilen Rettungshelfern der Weißhelme.

Demnach wurden unter anderem ein Kinderkrankenhaus und eine Schule im Stadtteil im Al-Shaar getroffen. Die Klinik sei teilweise ausgebrannt und außer Betrieb. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Das mit der syrischen Regierung verbündete Russland hatte am Dienstag nach Wochen relativer Ruhe eine Offensive mit Luftschlägen in Syrien begonnen. Moskau bestritt aber Berichte über russische Angriffe auf Aleppo. Demnach haben russische Kampfflugzeuge dort seit knapp einem Monat keine Angriffe mehr geflogen.

Syriens Machthaber Bashar Al-Assad bot sich als neuer Partner des gewählten US-Präsidenten Donald Trump im Kampf gegen Terroristen an. Das syrische Regime bezeichnet pauschal alle als Terroristen, die sich ihm entgegenstellen und an seiner Macht rütteln.

Voraussetzung dafür sei, dass sich Trump über entgegengesetzte Strömungen innerhalb der US-Regierung durchsetze, sagte Assad dem portugiesischen Fernsehsender RTP in einem am Dienstagabend ausgestrahlten Interview. Trump hatte im Wahlkampf angedeutet, die Syrien-Politik der USA nicht mehr so stark wie bisher an einer Bekämpfung des Assad-Regimes ausrichten zu wollen.

“Wir haben keine großen Erwartungen, weil die amerikanische Regierung nicht nur aus dem Präsidenten besteht”, sagte Assad in seinem ersten Interview zum Ausgang der US-Wahl. Trumps Ankündigung, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eisern zu bekämpfen, sei “vielversprechend, aber kann er auch liefern?”. Weiter sagte Assad, Syrien werde zusammen mit Russland, dem Iran und vielen anderen Ländern ein “natürlicher Verbündeter” für Trump sein, “wenn er die Terroristen bekämpft”.

Unterdessen teilte die kurdischen Volksschutzeinheiten YPG mit, sie hätten die von der Terrormiliz IS im Sommer eroberte Stadt Manbij im Nordirak an einen lokalen Stadtrat übergeben. Die Türkei hatte den Rückzug der Kurden aus dem Gebiet verlangt, weil sie eine weitere Ausbreitung der Kurden verhindern will. In der Stellungnahme hieß es, die Kämpfer würde sich nun an der Offensive auf die IS-Hochburg Al-Rakka beteiligen. Es ist bereits das zweite Mal, das die YPG ihren Rückzug aus Manbij bekanntgab.

(APA/dpa)

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