Assange-Anwälte wollen Trump um Verfahrenseinstellung bitten

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Für die Einstellung des Verfahrens wird immer wieder demonstriert
Für die Einstellung des Verfahrens wird immer wieder demonstriert - © APA (AFP)
Die Anwälte von Julian Assange wollen die Regierung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump um eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen den Wikileaks-Gründer bitten. Das sagte Assange-Anwältin Jennifer Robinson einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA vom Mittwoch zufolge.

“Wir haben uns an die Obama-Regierung gewandt, zuletzt vor ein paar Monaten. Wir werden das auch bei künftigen Regierungen tun, bis die Ermittlungen eingestellt werden”, sagte Robinson. Gegen Assange wird seit 2010 in den USA wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente ermittelt.

Erst am Dienstag hatten Ermittler eine zweitägige Befragung Assanges zu einem anderen Fall beendet. Ein ecuadorianischer Staatsanwalt hatte den Wikileaks-Gründer im Beisein schwedischer Kollegen wegen angeblicher Sexualdelikte befragt. Die schwedischen Ermittler werfen Assange Vergewaltigung und ein “weniger schwerwiegendes sexuelles Vergehen” vor. Assange weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück.

Der 45-jährige Australier hält sich seit vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. Er befürchtet, von Schweden in die USA ausgeliefert zu werden. Assange habe bei der Befragung “umfassend kooperiert”, sagte Robinson.

(APA/dpa)

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