Asylwerber helfen bei Steigsanierung im Nationalpark

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Asylwerber bei Steigsanierung im Nationalpark Harald Millgrammer (NP Mitarbeiter), Alireza Hasanzada und Amin Hosseini (beide Asylwerber aus Afghanistan) sowie Stefan Scharr (ÖAV Sektion Warnsdorf-Krimml).
Asylwerber bei Steigsanierung im Nationalpark Harald Millgrammer (NP Mitarbeiter), Alireza Hasanzada und Amin Hosseini (beide Asylwerber aus Afghanistan) sowie Stefan Scharr (ÖAV Sektion Warnsdorf-Krimml). - © Salzburger Nationalparkfonds

Im Nationalpark Hohe Tauern ist derzeit Hochsaison – aber nicht nur für die Natur, die sich in voller Blüte und von ihrer lebendigsten Seite zeigt, sondern auch für die Mitarbeiter in der Nationalparkverwaltung. Auch Asylwerber helfen fleißig mit. 

Die einen sind mit der Betreuung der Besucherinnen und Besucher beschäftigt, die anderen mit den notwendigen Geländeerhebungen für das Naturraummanagement und diverse Forschungsprojekte und andere wiederum mit den wichtigen Arbeiten zur Erhaltung der Infrastruktur wie Lehrwege, Gebietskennzeichnung und Informationsstellen.

Großer körperlicher Einsatz

Unter der Leitung von Stefan Lerch kümmern sich Hannes Millgrammer, Norbert Rendl sowie der Zivildiener Michael Dengg um alles, was im Schutzgebiet handwerkliches Geschick und oft auch großen körperlichen Einsatz erfordert. Bei den Arbeiten zur Sanierung des Windbachtalweges Richtung Krimmler Tauern nach einem Murenabgang hat sich eine Kooperation mit dem Wegebautrupp der Sektion Warnsdorf-Krimml des Österreichischen Alpenvereins ergeben.

“Darüber hinaus ist es der Nationalparkverwaltung gelungen, den eigenen Arbeitstrupp auch diesen Sommer wieder mit Asylwerbern aus der Region zu verstärken”, berichtete Nationalparkdirektor Wolfgang Urban am Freitag über die Zusammenarbeit mit der Caritas und Flüchtlingsbetreuer Wolfgang Czerny.

Gemeinsame Arbeit als Beginn guter Integration

“Gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und gemeinsam Arbeiten, die von so vielen Menschen wertgeschätzt werden, zu erledigen, ist der Beginn für eine gute Integration”, ist Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler überzeugt. “Schließlich erfordert die schwere Arbeit den gleichen Einsatz von allen, ob von den fix Beschäftigten, den Zivildienern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von alpinen Vereinen oder den Asylwerbern. Mit der Integration in ein Team, in dem jeder sich auf den anderen verlassen muss, geschieht bereits eine menschliche Anerkennung.”

Einige Symbolkraft schwingt bei den nun erfolgreich abgeschlossenen Arbeiten im Windbachtal auch noch mit. Der sanierte Wegabschnitt ist Teil jener Route, auf der 1947 rund 5.000 Jüdinnen und Juden über den Krimmler Tauern ihre Flucht nach Palästina angetreten haben.

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