Atomgespräche in Wien beendet

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Kerry, Ashton und Zarif in Wien
Kerry, Ashton und Zarif in Wien
In Wien ist am Donnerstagnachmittag eine weitere Verhandlungsrunde mit dem Iran über dessen Atomprogramm zu Ende gegangen. Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif sprach von “sehr schwierigen, aber ertragreichen Gesprächen.” Laut dem weiteren Fahrplan sollen technische Experten in den kommenden zwei Wochen weiter konferieren. Die nächste politische Runde ist in etwa drei Wochen geplant.


“Wir hatten in den vergangenen drei Tagen sehr harte und schwierige Verhandlungen und konzentrieren uns nun auf Lösungen. Bisher haben wir noch keinen Konsens gefunden, aber wir befinden uns auf dem Weg dorthin.”, meinte der iranische Chef-Diplomat in Anspielung auf die noch immer vorhandenen Diskrepanzen bei einigen Schlüsselthemen zwischen der 5+1-Gruppe (5 UN-Vetomächte plus Deutschland) und Teheran.

Laut Zarif gebe es viele Möglichkeiten bis zu einer Deadline am 24. November ein Abkommen zu erzielen. Zarif will diese Frist auch nicht mehr verlängern, sondern pocht auf ein schnelleres Tempo. “Ich glaube, dass es gar nicht der Mühe wert ist, an eine Verlängerung zu denken.”, ergänzte der Diplomat. Aus westlichen Diplomaten-Kreisen hieß es gegenüber der APA, dass es drei sehr produktive und konstruktive Arbeitstage im Wiener Palais Coburg gewesen seien, es aber nach wie vor “große Differenzen bei Schlüsselfragen” gebe.

Das iranische Delegationsteam befindet sich bereits auf dem Heimweg nach Teheran. In den noch verbleibenden sechs Wochen bis zum Ablauf der Frist, muss die Islamische Republik dem Westen glaubhafte und überprüfbare Garantien dafür geben, dass ihr Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient. Die Zentrifugenfrage, die Kontrollen der Atomanlagen und der Zeitplan für die schrittweise Suspendierung der westlichen Wirtschaftssanktionen gegen Teheran sind drei der großen verbleibenden Brocken im elf Jahre andauernden Konflikt. “Wie sind uns alle bewusst, dass es verdammt schwierig wird in dieser kurzen Zeit einen halbwegs brauchbaren Deal zustande zu bringen. Aber die Alternative wäre das noch größere Übel”, gab der Diplomat zu bedenken.

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