Auf Salzburg warten nach Meisterparty “spannende Wochen”

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Jährlich grüßt bei Fußball-Meister Salzburg das Murmeltier. Nach der fünften Meisterparty in Folge gilt es neuerlich, die Mannschaft bestmöglich zusammenzuhalten. Mehrere Leistungsträger könnten den Club im Sommer ins Ausland verlassen. Zunächst wurde Sonntagabend im Schloss Klessheim aber ordentlich Party gemacht – die besten Bilder und Videos der Meisterparty gibt es hier für euch.

Red Bull Salzburg ist am Pfingstsonntag nach dem letzten Saisonheimspiel gegen Mattersburg (1:0) zum fünften Mal in Serie als österreichischer Fußball-Meister geehrt worden. Um 18.50 Uhr nahm Kapitän Alexander Walke in der Red Bull Arena den Meisterteller entgegen. Schon davor hatte es eine kräftige Bierdusche für Erfolgstrainer Marco Rose gegeben.

Spieler und Betreuer wurden einzeln auf die Bühne gebeten und erhielten von den Bundesliga-Vorständen Christian Ebenbauer und Reinhard Herovits ihre Meistermedaillen. Auf den gedruckten Meisterleibchen waren eine Hand mit der Zahl 5 und der Aufschrift “Serienmeister” zu sehen. Seit 2014 ist der Teller stets nach Salzburg gegangen. Es ist der neunte Meistertitel der Red-Bull-Ära (seit 2005), dazu kommen noch drei des Vorgängers Austria Salzburg.

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Erfolgscoach Rose als Schlüsselpersonalie

Schlüssel für den Verbleib einiger Spieler könnte diesmal auch die Zukunft von Erfolgstrainer Marco Rose sein, die noch nicht endgültig geklärt ist. “Wir wollen nächste Saison weitermachen, wo wir jetzt aufgehört haben. Unser großes Ziel ist es, eine gute und schlagkräftige Mannschaft am Platz zu haben. Wir werden alles dafür geben und darum kämpfen”, sagte Sportdirektor Christoph Freund – wohlwissend, dass auch die internationalen Erfolge seines Teams (Einzug ins Halbfinale der Europa League) Begehrlichkeiten geweckt haben.

Berisha am Weg nach England?

Freund gibt sich keinen Illusionen hin: “Es werden Jungs den nächsten Schritt machen.” Betroffen sein könnten vor allen Valon Berisha, der seit Jahren mit einem Wechsel nach England liebäugelt, Innenverteidiger Duje Caleta-Car und Mittelfeld-Ass Diadie Samassekou. Auch Amadou Haidara, Hwang Hee-chan oder Munas Dabbur haben sich in die Auslage gespielt. Dazu kommen die ÖFB-Teamspieler Stefan Lainer und Xaver Schlager, bei denen die Zeichen aber eher auf Verbleib stehen.

“Es stehen viele Spieler am Zettel von großen Vereinen. Es gibt natürlich Interesse, aber auch wir sind eine gute Adresse und können vor allem jungen Spielern ein Optimum bitten”, meinte Freund, fügte aber hinzu: “Wenn Spieler aus großen Ligen oder von großen Vereinen Angebote bekommen, können wir finanziell nicht mithalten. Wir wollen aber gute Lösungen finden.”

Junge vom FC Liefering kommen nach

Vorgesorgt haben die Salzburger mit der Verpflichtung von Mittelfeld-Routinier Zlatko Junuzovic, der dem jungen Team als Führungsspieler dienen soll, und von Innenverteidiger Jasper van der Werff. Stürmer Smail Prevljak kommt fix von seinem Leihengagement aus Mattersburg zurück. Dazu werden laut Freund wieder “einige Junge” vom Zweitteam FC Liefering nachrücken. “Es wird in den nächsten Wochen sicher sehr spannend werden”, sagte der Sportdirektor über die vielen Kaderfragen.

Schon im Vorsommer hatten die Bullen zahlreiche Abgänge kompensieren müssen – neben den ÖFB-Teamkickern Konrad Laimer oder Valentino Lazaro auch jenen von Double-Trainer Oscar Garcia. Die Bullen mussten kurzfristig reagieren, setzten auf den bisherigen Nachwuchscoach Rose und landeten einen Goldgriff. Freund: “Wir haben die richtige Entscheidung getroffen.”

Red Bull und Rose verhandeln noch

Die Bullen wollen Rose, der in seiner ersten Saison als Trainer einer Profi-Mannschaft keine einzige Heimniederlage kassiert hat, über seinen bis Sommer 2019 laufenden Vertrag hinaus binden. “Wir befinden uns in Gesprächen”, sagte der Erfolgscoach. Salzburg sei sein erster Ansprechpartner, hat er bereits mehrfach betont. Ein klares Bekenntnis, den Club auch in der kommenden Saison zu betreuen, hat der 41-Jährige bisher aber nicht abgegeben.

Dabei gäbe es ein interessantes Ziel: Salzburg als erster Trainer der Red-Bull-Ära in die Champions League zu führen. Zwei Quali-Runden müssen die Bullen auf dem leichteren Meisterweg bis zur Gruppenphase überstehen. “Es wäre an der Zeit, dass wir es schaffen, denn lange genug probiert haben wir es”, sagte Lainer. “Wir werden uns richtig darauf einstellen und möglicherweise bleibt die Mannschaft auch in großen Stücken zusammen.”

Zumal mit Ausnahme der Leihspieler Reinhold Yabo und Jerome Onguene sowie von Routinier Christoph Leitgeb alle Spieler Verträge haben, sind andernfalls zumindest Ablösen fällig. “Es ist sicher schwierig, so eine Mannschaft aufrecht zu erhalten, weil viel Erfolg da ist”, meinte Schlager. “Es ist sicher Interesse von ausländischen Ligen da. Alles andere müssen die Verantwortlichen entscheiden. Sie werden sicher wieder eine starke Mannschaft zusammenstellen.”

Lainer will den Club allerhöchstens bei einem “besonderen” Angebot verlassen. Gleiches gilt wohl auch für den 20-jährigen Allrounder Schlager. Beide dürfen am Dienstag mit einer Einberufung von ÖFB-Teamchef Franco Foda rechnen. Vor dem Testspiel-Sommer gegen Russland (30. Mai), Deutschland (2. Juni) und Brasilien (10. Juni) steht nächsten Sonntag (17.30 Uhr) aber noch die letzte Ligarunde bei der Wiener Austria auf dem Programm.

(APA)

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