Aufregung um mutmaßlichen Angriff von Primar auf Ärztin am SALK-Gelände

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Die Vorfälle am SALK-Gelände sind noch nicht aufgeklärt.
Die Vorfälle am SALK-Gelände sind noch nicht aufgeklärt. - © Neumayr/BP/Archiv
Ein Primar soll eine Ärztin im Streit um die richtige Behandlung angegriffen und verletzt haben. Die Ärztin erstattete Anzeige. Was aber für Aufregung sorgt: Der Primar soll laut einem Bericht der Krone am Montag wieder den Dienst antreten. Die SALK bemühte sich am Samstag, mit einer Stellungnahme die Wogen zu Glätten. Der Primar soll demnach suspendiert sein und auch bleiben.

Der Vorfall war am 13. Februar, wurde aber erst am Samstag publik: Ein Primar soll am Gelände der Salzburger Landeskliniken (SALK) bei einem Streit um die richtige Behandlung einer Patientin die Nerven weggeschmissen haben. Demnach stieß er eine Anästhesistin und drückte sie zu Boden, wie die Krone berichtet. Die Ärztin begab sich in Behandlung und erstattete Anzeige bei der Polizei. Dort bestätigte man die Anzeige auf S24-Anfrage. Der Primar sei aber noch nicht befragt worden, hieß es von der Polizei.

SALK-Attacke: Klinik stellt Übergriff klar

Weniger dramatisch hören sich die Zwischenfälle in einer Stellungnahme der SALK-Geschäftsführung von Samstagnachmittag an. Der Primar hätte die Oberärztin mehr oder weniger heftig an den Schultern berührt aber nicht zu Boden gedrückt.

Wirbel um Suspendierung

Was zunächst bei Mitarbeitern der Landeskliniken als auch in der Politik für Kritik sorgte: Zwar wurde von der SALK nach dem Vorfall eine Untersuchung eingeleitet und der Primar für ein paar Tage freigestellt. Laut dem Bericht soll er am Montag wieder in die Arbeit zurückkehren.

Die SALK bestritt das in einer Aussendung am Samstagnachmittag. Nachdem der Vorfall am 21. Februar, acht Tage nachdem er passiert war, bekannt wurde, sei der Primar suspendiert worden. “Die Suspendierung bleibt bis zur endgültigen Klärung der Vorfälle aufrecht”, hieß es von der SALK.

Rufe nach Suspendierung werden laut

An der vermeintlich nicht ausgesprochenen Suspendierung kam am Samstag Kritik von der SPÖ und der FPÖ. Sowohl der Salzburger SPÖ-Chef Walter Steidl als auch FPÖ-Landesobfrau Marlene Svazek forderten eine Suspendierung – die es auch gibt. Hintergrund: Gesundheitslandesrat Christian Stöckl (ÖVP) wurde in der Krone zitiert, dass eine Suspendierung erst fällig sei, sobald die Vorfälle geklärt sind.

Über den Vorfall herrsche von beiden Seiten übrigens Einigkeit, nur bei der Intensität der Berührung gebe es unterschiedliche Auffassungen, hieß es von der SALK-Geschäftsführung weiter. Der Primar soll sich bei der Oberärztin mittlerweile entschuldigt und sein Bedauern ausgesprochen haben.

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