Aufregung um HAKzwei Salzburg: Sensible Schülerdaten im Netz

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Die Schule veröffentlichte im Netz die Namen der Nachprüfungskandidaten.
Die Schule veröffentlichte im Netz die Namen der Nachprüfungskandidaten. - © Bilderbox/Symbolbild
Sensible Daten von Schülern der HAKzwei Salzburg sind öffentlich im Internet zugänglich. Via Google-Abfrage gelangt man auf einfachstem Weg zu den Namen der Nachprüfungskandidaten vergangener Jahre. Wolfgang Bauer von der Piratenpartei sieht die Privatsphäre und auch die Karrierechancen der ehemaligen Schüler in Gefahr.

Wisst ihr noch, was ihr am 12. und 13. September 2011 gemacht habt? Für viele Schüler der HAKzwei Salzburg war es mit Sicherheit ein nervenaufreibender Tag, denn sie mussten sich einer Nachprüfung in der Handelsakademie Salzburg stellen.

HAKzwei nimmt Daten aus dem Netz

Offenbar durch eine Unachtsamkeit gelangten nicht nur die Namen der Nachprüfungskandidaten, sondern auch das Fach, der Prüfer sowie Ort und Zeit ins Netz. Betroffen sind die Daten aus den Jahren 2011 und 2012. Aus den darauffolgenden Jahren sind keine Informationen über Nachprüfungskandidaten mehr ins Netz gelangt, stellt Schuldirektor Manfred Hofer am Dienstagvormittag im Gespräch mit SALZBURG24 klar. “Wir hatten nach 2012 einen Wechsel in der Homepage-Administration. Der damals zuständige Kollege ist nicht mehr an der HAKzwei beschäftigt. Hier ist ein Fehler passiert, keine Frage.”, gibt er offen zu.

Seinem Versprechen gegenüber SALZBURG24, die Daten schnellstmöglich zu entfernen, kam der Schuldirektor prompt nach. Kurz nach Mittag waren die sensiblen Dateien nicht mehr im Netz auffindbar.

Jobchancen in Gefahr?

Die Daten mögen auf den ersten Blick nicht besonders sensibel erscheinen. Wolfgang Bauer von den Salzburger PiratInnen, der das Leck aufgedeckt hat, sieht in solchen Fällen die Karrierechancen der Schüler aber deutlich in Gefahr. „Stellen Sie sich vor, sie bewerben sich nach Abschluss der Schule um einen Job und der Chef googelt Ihren Namen. Das verschlechtert Ihre Chancen auf den Job dramatisch.“ Er weist aber auch auf die Theamtik von Cybermobbing hin. Jede hatte die Möglichkeit nachzusehen, wieviele Nachprüfungen jemand in seiner Schullaufbahn bewältigen musste.

 

 

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