Aufregung um Krampus- und Perchtenlauf in Henndorf: 15-Jährige krankenhausreif geschlagen?

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Was beim Krampuslauf in Henndorf tatsächlich passiert ist, kann nur die Polizei klären (Symbolbild).
Was beim Krampuslauf in Henndorf tatsächlich passiert ist, kann nur die Polizei klären (Symbolbild). - © APA/BARBARA GINDL/Archiv
Für viel Aufruhr sorgt der Henndorfer Krampus- und Perchtenlauf (Flachgau), der Sonntagabend stattfand. Auf Facebook kursieren Meldungen, wonach einige Krampusse Kinder geschlagen oder Zuschauer gewürgt hätten. Zwei 15-jährige Mädchen sollen sogar nach Schlägen im Krankenhaus behandelt worden sein. Was ist an dem Gerücht dran?

Der Krampus- und Perchtenlauf in Henndorf Sonntagabend dürfte wohl nicht jedermanns Sache gewesen sein. Auf der Facebook-Seite zum Lauf mehrten sich unmittelbar nach der Veranstaltung Berichte über Zwischenfälle. Unter anderem sollen Mädchen derart geschlagen worden sein, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Eine Zuschauerin, offenbar die Mutter der Betroffenen, schreibt: „Gehört das auch zum Brauchtum 15 jährige Mädels so zu schlagen das sie im KH landen? Die Latexbrüder und Aliens haben hier nix zu suchen denn die machen diesen Brauchtum kaputt wenn sie glauben das ist in Ordnung -und der Veranstalter sollte sich mal hinterfragen wen er hier laufen lässt!“

Vorwürfe gegen einzelne Krampusse werden laut./Facebook/Screenshot Vorwürfe werden laut./Facebook/Screenshot ©

Spekulationen um gewalttätige Pass

Zahlreiche Facebook-Nutzer beteiligten sich daraufhin an den Spekulationen, um welche Pass es sich dabei handeln könnte. Schnell kamen die Scordalus Pass aus Eugendorf ins Spiel. Mitglieder der Pass hätten demnach nicht nur Kinder geschlagen, sondern auch Erwachsene gewürgt, heißt es in weiteren Kommentaren.

Facebook/Screenshot Beweise gibt es nicht./Facebook/Screenshot ©

Scordalus Pass nimmt zu Vorwürfen Stellung

Die Scordalus Pass kann die Anschuldigungen gar nicht verstehen und weist sämtliche Vorwürfe von sich. Auf Facebook gaben sie sogar eine Stellungnahme ab. Und im SALZBURG24-Interview meinte Obmann Thomas Egger: „Ich habe keine Ahnung woher das Gerücht kommt, aber wir haben bestimmt niemanden geschlagen oder gewürgt.“ In den letzten zehn Jahren habe es keinen einzigen Zwischenfall mit Mitgliedern der Pass gegeben, so Egger.

Facebook/Screenshot Offenbar soll es mehrere Zeugen geben./Facebook/Screenshot ©

„Den sozialen Medien zufolge, haben wir heute all unserer Marineren [sic!], internen Regeln und Sitten vergessen und beim heurigen Henndorfer Krampusslauf Gäste gewürgt und andere gar Krankenhausreif geschlagen. Dies sind Verhaltensmuster, welche wir nicht nur in den vergangen 100 Läufen, sondern auch heute und in Zukunft absolut nicht beipflichten können und deshalb diese Anschuldigungen definitiv zurückweisen müssen! Keinem unserer Läufer ist ein derartiger Zwischenfall bekannt, weshalb wir nicht verstehen, weshalb solche Lügen verbreitet werden bzw. solch Shitstorm verbreitet wird. (…) Sollten wirklich entgegen unseres Wissens ungerechtfertigte Handlungen entstanden sein, möchten wir uns hierfür entschuldigen und bitte um eine sachliche und faire Klärung”, heißt es unter anderem in der ausführlichen Stellungnahme.

Bis dato keinen Zwischenfall bei Polizei gemeldet

Der Pressestelle der Polizei war am Montagvormittag kein Zwischenfall beim Krampus- und Perchtenlauf in Henndorf bekannt. Auf Anfrage von SALZBURG24 hat auch die Polizeiinspektion Henndorf bislang keine Anzeige vorliegen. “Dass da aber noch etwas kommt ist nicht auszuschließen”, so eine Polizeisprecherin.

Fakt ist, wenn die Mädchen im Krankenhaus behandelt wurden, wird es eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Körperverletzung geben. Welche Pass den Mädchen die Verletzungen zugefügt hat, wird dann einzig und alleine von der Polizei zu klären sein. Wir bleiben dran!

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