Aufwertung für Lehen: 381 Wohnungen in der Strubergasse erneuert

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Die Strubergassensiedlung im Salzburger Stadtteil Lehen hat mit der Renovierung von 381 Wohnungen eine deutliche Aufwertung erfahren. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro. Wir informieren euch über das Projekt und zeigen aufschlussreiche Vorher-Nachher-Bilder.

“Das war ein echter Kraftakt. Die größte je durchgeführte Siedlungserneuerung in Stadt und Land Salzburg ist uns mit starken Partnern vorbildlich gelungen. Wir sichern damit den Bewohnerinnen und Bewohnern Lebensqualität für Jahrzehnte”, sagen Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste)  und Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ) bei einem Lokalaugenschein am Donnerstag. HIER findet ihr Vorher-Nachher-Bilder.

In dem Straßengeviert Strubergasse, Rudolf-Biebl-Straße, Leonhard-von-Keutschachstraße und Roseggerstraße wurden 381 Wohnungen auf Vordermann gebracht. 208 davon wurden generalsaniert, 173 neu gebaut. Die Kosten dafür betrugen 30,23 Millionen Euro. Zusätzlich eine Million Euro stellte die Stadt für die Freiraum-Gestaltung zur Verfügung. Mit viel Grün, Gemeinschaftsgärten, Spielplatz, Unterflur-Müllsystem, neu situierten Pkw-Stellplätzen, moderner Rad-Infrastruktur und alternativen Mobilitätsangeboten wurde das Viertel weiter aufgewertet.

Muster für Großsiedlungs-Revitalisierungen

Padutsch sagt: “Auch wenn in den angrenzenden Bereichen noch gebaut wird, können wir schon jetzt mit Stolz sagen, dass die Strubergassensiedlung ein Vorzeigeprojekt geworden ist, dass auch für zukünftige Großsiedlungs-Revitalisierungen als Muster dienen wird. Das Zusammenspiel der KgL als Verwalterin (Tochtergesellschaft von Stadt 80 Prozent und gswb 20 Prozent), der städtischen Baugesellschaft SIG, der gswb und der Salzburg Wohnbau mit der Stadtplanung und dem Wohnungsamt hat wunderbar geklappt.”

Und Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer betont: “Das war für alle eine Riesenherausforderung. Da hat es zu Beginn ja auch politisches Hickhack gegeben. Mit vielen Info-Veranstaltungen und enormem Einsatz ist es aber schließlich gelungen, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.”

Planungsstadtrat Johann Padutsch vor einem Plan des um eine Million Euro gestalteten Freiraums rund um die Wohnbauten./Stadt Salzburg/Johannes Killer Planungsstadtrat Johann Padutsch vor einem Plan des um eine Million Euro gestalteten Freiraums rund um die Wohnbauten./Stadt Salzburg/Johannes Killer ©

Kurzchronologie zum Projekt Strubergassensiedlung

Erste Gespräche zur Erneuerung gab es bereits 2008. Im Frühling 2009 wurde dann eine Zustandserhebung durchgeführt, im September die Arbeitsgruppe Strubergassensiedlung gegründet. Parallel dazu startete der Wohnungsbau am Stadtwerke-Areal, der für genügend Ausweichquartiere in unmittelbarer Nähe sorgte.

Im Jänner 2011 beschloss der Gemeinderat schließlich 14 Häuser in der Strubergassensiedlung zu sanieren und elf neu zu errichten. Daraufhin starteten detaillierte Informationsabende sowie die etappenweise Umsiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Sechs Jahre später konnte kürzlich das erste Siedlungsfest in der Großanlage gefeiert werde. Weitere Wohnungsübergaben stehen an der Rosegger-Straße (Bauteil G, 23 Mietwohnungen) im heurigen Oktober sowie südlich der Strubergasse (Bauteil I, 43 Mietwohnungen) im Herbst 2018 auf dem Programm.

Was ist neu?

• Im Zuge der Generalsanierungen wurden Balkone errichtet und Fenster erneuert sowie Fassaden und Geschoßdecken gedämmt (thermische Sanierung; Schallschutz).
• Alle Häuser der Strubergassen-Siedlung wurden an das Fernwärme-Netz der Salzburg AG angeschlossen.
• Via Mikronetz wird zudem die Überschusswärme des Solar-Pufferspeichers am Stadtwerke-Areal teils mitgenutzt.
• Bei den Neubauten wurde in enger Abstimmung mit dem Wohnungsamt besonders auf familienfreundliche Grundrisse geachtet, die dem aktuellen Wohnbedarf entsprechen.
• Das Wohnungsamt organisierte die Ab- und Wiederbesiedelung und wurde dabei von einer wissenschaftlichen Expertin unterstützt.
• Die Neubauten verfügen über eigene Solaranlagen sowie automatische Wohnraumlüftungen.
• Besonderes Augenmerk wurde auf die Freiraumgestaltung gelegt.

Padutsch: Wohnungen “nicht mehr abgewohnt, chaotisch und hässlich”

Planungsstadtrat Johann Padutsch: “Nicht mehr abgewohnt, chaotisch und hässlich, sondern geordnet, wohlgestaltet und einfach richtig lebenswert präsentiert sich die Siedlung jetzt: Ein totaler Image-Wandel. Wir konnten dank neuer Tiefgarage 173 Autos in den Untergrund verbannen. Auf der Oberfläche gibt es 72 Stellplätze, die nun den Wohnungen zugeordnet sind. Unser Mobilitätskonzept ist ja ohnehin auf nachhaltige Fortbewegung ausgerichtet. Das haben wir mit einer eigenen ‚Mobilitätsmappe‘ für jeden Haushalt und intensiven Beratungsgesprächen klar gemacht. So nah am Stadtzentrum braucht es eigentlich fast nie ein Auto.“

Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer gefallen besonders die zwei Gemeinschaftsgärten: “Da kommen die Leut’ z’samm. Das schafft Identifikation. Da lernt man sich beim gemeinsamen Garteln kennen und mögen. Ich denke mir, dass mit dem Frei- und Grünraum auch der Siedlungs-‚Sozialraum‘ eine gelungene Erweiterung erfahren hat. Das ist genauso wichtig wie die Steigerung der Wohnqualität. Dort zu leben ist jetzt wirklich schön.”

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