20. Januar 2011 13:32; Akt.: 20.01.2011 13:32

Australisches Korallenriff mindestens zehn Jahre geschädigt

Durch Folgen der Überschwemmungen geschädigt Durch Folgen der Überschwemmungen geschädigt - © EPA
Das Große Barriere Riff vor Australien hat nach Ansicht des deutschen Korallenexperten Reinhold Leinfelder mindestens zehn Jahre an den Folgen der Überschwemmung zu tragen.

“Es bleibt die Frage, wann und ob es sich vollständig erholen wird”, sagte der frühere Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums. Durch die Überschwemmungen sei das einzigartige Riff mit seinen rund 400 Steinkorallenarten auf mehrfache Weise gefährdet.

So macht der angespülte Schlamm das Wasser extrem trüb. “In zehn Meter Tiefe dringt nur noch ein Prozent des Lichtes durch. Sonst kann man dort 30 Meter tief sehen”, sagte Leinfelder. Korallen brauchten jedoch das Licht zum Höhenwachstum.

Durch die beiden Flüsse, die nördlich und südlich des Großen Barriere Riffs ins Meer strömen, werden zudem große Mengen aus dem Boden gespülter Pestizide und Düngemittel eingetragen. “Dadurch ist das Meer überdüngt. Algen können zu stark wachsen und alles überwuchern”, sagte der Experte. Auch die Tatsache, dass das Flusswasser naturgemäß Süßwasser sei, bedeute eine Gefahr für die Korallen. Zudem sei das Wasser zu heiß, weil große Rücklaufbecken überschwemmt worden seien, deren Inhalt nun mit abfließe.

“Aber die Strömungsverhältnisse sind zur Zeit recht günstig. Wir müssen abwarten, wie schnell sich die Lage beruhigt und wie viele Nährstoffe letztlich eingetragen werden. Zum Glück ist das Riff intakt und sehr, sehr groß”, ergänzte Leinfelder, der in diesem Jahr seine Biologie-Professur an der Humboldt-Universität wieder aufnimmt. Dort will er sich vor allem der Biodiversitätsforschung widmen. Korallen sind ein Spezialgebiet des Geobiologen, der in Panama auch eine Forschungsgruppe zu dem Thema leitet.


Artikel weiterempfehlen

Ihre Meinung
Was meinen Sie?
Kommentare filtern  | 
KOMMENTARE FILTERN Optionen ausblenden  X


Please enter a title and content
 


Mehr auf Salzburg24.at
Rettungsgasse – So funktioniert’s
Seit Jahreswechsel ist die Bildung einer Rettungsgasse auf allen Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich Pflicht. [...] mehr »
Nur 20 Prozent meinen, Rettungsgasse funktioniert
Mehr als vier Monate nach Einführung der Rettungsgasse sind acht von zehn Österreichern (83 Prozent) der Meinung, dass [...] mehr »
Drei Raumfahrer erreichten ISS in Rekordhöhe
Zwei Tage nach ihrem verspäteten Start haben zwei Russen und ein Amerikaner mit ihrer Sojus an der Internationalen [...] mehr »
Ein Jahr Haft für britischen Facebook-Hacker
Weil er das Facebook-Konto eines Nutzers in den USA gehackt hat, ist ein 21-jähriger Brite zu einer einjährigen [...] mehr »
Neun Jahre Haft für Mord an Mitschüler in Ried
Zu neun Jahren Haft wegen Mordes an seinem Mitschüler ist ein 18-Jähriger am Mittwoch kurz vor Mitternacht im [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neuen Nutzer registrieren

Anmelden oder Registrieren
um Profile zu verknüpfen

{username} registrieren Sie sich jetzt neu auf VOL, um Ihr Facebook-Profil mit einem neuen Benutzer zu verknüpfen ODER klicken Sie auf Anmelden wenn Sie bereits einen VOL-Benutzer haben.


muss eine gültige E-Mail-Adresse sein


Bitte max. 32 Zeichen verwenden


Mindestens 6 Zeichen





Sie haben bereits einen VOL-Benutzer? Anmelden

Bestehendes VOL-Profil verknüpfen

melden Sie sich mit Ihrem VOL-Benutzer an ODER klicken Sie auf Neu Registrieren .


Passwort vergessen

Sie haben noch keinen VOL-Benutzer? Neuen Benutzer registrieren