Diese Löcher sollen von Austria Salzburg-Anhängern stammen. - © SCR Altach Das erste Match in der dritthöchsten österreichischen Liga brachte die Austria zu den Amateuren von SCR Altach. Das Match endete 2:2, was nach dem Spiel passierte schildert Alex Hütter, Vorstandsmitglied der Violetten, so: “Unsere Fans verhielten sich die ganze Partie lang vorbildlich, sie haben sich auch nicht von einer unsportlichen Geste des Altach-Torhüters aus der Ruhe bringen lassen. Allerdings kam es nach dem Spiel zu einem überzogenen Einsatz von Pfefferspray, zudem wurden die Fans ohne Grund übermäßig lange im Fansektor gehalten.”
Austria-Fan wurde verhaftet
“Ein Austria-Anhäger wollte unbedingt zum Zug, hat das der Polizei auch so mitgeteilt. Es kam zu einer Rangelei, er wurde von Polizisten zu Boden gedrückt und dann verhaftet. Zu dem kam es zu einem völlig überzogenen Einsatz von Pfefferspray”, berichtet Alex Hütter. Der Verein wird bei der Polizei Beschwerde einlegen.
Zudem kritisiert Hütter die Vorgangsweise des SCR Altach: “Wir hätten für 16.00 Uhr eine Sicherheitsbesprechung angesetzt gehabt, diese war allerdings mehr eine Plauderei, zudem waren erst 40 Minuten nachher alle beteidigten Personen da. Von Seiten der Altacher habe ich kein Interesse bemerkt”, so Hütter weiter. “Auch ein möglicher Einsatz von Pfefferspray wurde angesprochen, diese Botschaft wurde allerdings ignoriert.”
Polizei hat Sperrung veranlasst
Christoph Begle vom SCR Altach: “Die Polizei hat die Absperrung des Auswärtssektors veranlasst, nicht wir. Unsere Ordner waren im Stadion und haben davon nichts mitbekommen. Wir von Vereinsseite her haben ebenfalls davon nichts mitbekommen und können daher auch keine Stellungnahme abgeben.”
50 Polizisten waren an diesem Samstag-Nachmittag im Einsatz: “Normalerweise haben wir bei Bundesligaspielen gar keine Polizei”, so Begle, der mit Alex Hütter noch das Gespräch suchen wird.
Die Vorarlberger fordern von den Salzburgern noch eine Stellungnahme über Sachschäden im Stadion, konkret geht es dabei um Löcher im Fangzaun, die Austria-Fans verursacht haben sollen. “Bis jetzt ist allerdings noch nichts zurückgekommen”, so Begle, der den übrigen Vorarlberger Vereinen empfiehlt, im Spiel gegen die Austria ein Ausweich-Stadion zu suchen.
Begle betonte allerdings auch, dass es vor und während dem Spiel mit den Austria-Fans “überhaupt keine Probleme” gegeben hat. “Zudem kennen wir die Gründe nicht, warum es nach dem Spiel zu so etwas gekommen ist”, so Begle.
Die Violetten haben indes schon mit sämtlichen anderen Vorarlberger-RLW-Vereinen Kontakt aufgenommen um weitere Sicherheitsfragen zu klären.
fh.