ÖFB-Cup: SV Grödig scheitert im Elfmeter-Krimi am LASK

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LASK und WAC mühten sich weiter
LASK und WAC mühten sich weiter - © APA
Die beiden Bundesligisten LASK und WAC haben am Dienstag das Achtelfinale des ÖFB-Cups erreicht. Während die Kärntner in Gleisdorf 2:1 siegten, kam der LASK bei der Regenschlacht in Grödig nach einem 4:4 n.V. (3:3, 2:2) erst im Elfmeterschießen weiter. Wie schon am Montag gab es zudem eine Überraschung.

Zum Helden des LASK wurde im strömenden Regen von Grödig Goalie Pavao Pervan mit einem gehaltenen Schuss im Elfmeterschießen. Davor war die Elf von Oliver Glasner beim ehemaligen Oberhausclub Grödig dank Rene Gartler (6.) und Philipp Wiesinger (36.) zwar zweimal in Front gegangen, musste aber noch vor der Pause jeweils den Ausgleich durch Ex-LASK-Akteur Roman Wallner (16.) und Luka Dzidziguri (41.) hinnehmen.

Roman Wallner absolviert Trainer-Lizenz

Wallner macht übrigens derzeit die Trainer-A-Lizenz und ist nach Abpfiff gleich zurück nach Lindabrunn gefahren, denn am Mittwochmorgen um 8.15 Uhr absolvierte der Kult-Kicker wieder einen Kurs. “Wir sind reif für das Profi-Geschäft”, schätzte der Ex-Teamkicker im Gespräch mit SALZBURG24 das Niveau von Grödig ein. Trainer Andreas Fötschl hingegen will diese Leistung nicht überbewerten und mahnet zur Vorsicht: “So weit sind wir noch nicht. Solche Schlüsse sollte man nicht nach einem Spiel ziehen.”

Nach der erstmaligen Grödig-Führung (Eyüp Erdogan/69.) brachte erneut ein Jokertor von Marko Raguz die Gäste zumindest in die Verlängerung. Auch dort lief man nach dem Traumtor der Marke “Tor des Monats” zum 4:3 von Grödigs Robert Strobl kurz einem Rückstand nach, ehe der eingewechselte Peter Michorl (99.) den Bundesliga-Vierten nach einem Eckball ins letztlich siegreiche Elfmeterschießen (5:3) brachte. “120 Minuten pure Strapazen, das halte ich nicht mehr aus”, gab Grödig-Boss nach Spielende gegenüber S24 zu und trat prompt die Heimreise an.


Anif hofft auf großen Coup

Am Mittwoch (LIVETICKER ab 17.45 Uhr) trifft Westliga-Meister Anif auf den aktuellen Tabellenführer der ersten Liga, Sturm Graz. Die Favoritenrolle liegt klar bei den Grazern. Doch auch Anif rechnet sich Chancen aus. “Wir werden alles in die Waagschale werfen und uns an jede Chance klammern”, erklärte Anifs sportlicher Leiter Helmut Fraisl, der in Grödig selbst mitangesehen hat, was möglich ist.

WAC zittert sich in nächste Runde

Leichtes Spiel hatte aber auch der WAC nicht. Erst Dever Orgill ließ die “Wölfe” eine Viertelstunde vor dem Ende aufatmen (75.). Zwischenzeitlich hatte der Regionalligist aus Gleisdorf die frühe WAC-Führung durch Mihret Topcagic (17.) ausgeglichen (Dominik Weiss/66.). Ihre “Pflicht” erfüllten auch die Erste-Liga-Clubs Ried, Innsbruck und Hartberg jeweils gegen Regionalligisten. Die Oberösterreicher gewannen bei Neusiedl dank Kennedy Boateng (52.) ebenso 1:0 wie die Tiroler durch Florian Jamnig (80.) in Amstetten. Hartberg musste in Horn so wie der LASK nachsitzen. Nach einem 3:3 nach Verlängerung (2:2, 1:1) siegte der Aufstiegskandidat der Erste Liga im Elfmeterschießen 4:3.

Lustenau blamiert sich in Traun

Mit Lustenau konnte ein anderer Zweitligavertreter hingegen nicht reüssieren, die Vorarlberger mussten sich beim mit zahlreichen ehemaligen Profis gespickten und vom einstigen Pasching-Boss Franz Grad finanzierten ASKÖ Oedt in Traun mit 0:2 beugen. Die Treffer des Tabellenführers der OÖ-Liga erzielten Mario Reiter (60.) und Aleksandar Djordjevic (76.). Die Vorarlberger sind damit schon der zweite Zweitligist, der innerhalb von zwei Tagen an einem viertklassigen Verein scheiterte. Am Montag war Blau Weiß Linz beim burgenländischen Vertreter SV Wimpassing im Elfmeterschießen gestolpert. Damit sind bereits fünf Erste-Liga-Clubs (Austria Lustenau, BW Linz, Wiener Neustadt, WSG Wattens, FAC) aus dem Rennen. Als bisher einziger Bundesligist hatte St. Pölten schon in der 1. Runde den Hut genommen. Am Mittwoch stehen weitere sechs Zweitrundenpartien an, dann haben auch Sturm Graz, Austria Wien, Rapid, Altach, Mattersburg und Salzburg ihre Auftritte.

Zwei Spiele wurden verschoben

Zwei Spiele der 2. Runde fielen am Dienstag hingegen dem Regen zum Opfer: Das für Dienstag angesetzte Duell Austria Klagenfurt und dem Kapfenberger SV wurde ebenso wie die Mittwochpartie Bad Gleichenberg – Admira Wacker Mödling abgeblasen. Beide Matches werden am nächsten Dienstag (26. September) um 19 Uhr nachgeholt. Das Achtelfinale ist für 24./25. Oktober angesetzt.

(S24/APA)

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