Austria Salzburg: “Asozialer Vandalismus” führt zu interner Fan-Streiterei

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Der Zusammenhalt zwischen den Fans war bei Austria Salzburg schon mal größer.
Der Zusammenhalt zwischen den Fans war bei Austria Salzburg schon mal größer. - © Krugfoto/Archiv
Unruhe bei Austria Salzburg. Interne Unstimmigkeiten zwischen den Anhängern zwingt die Fangruppe “Union Ultrà” zu einer ungewohnten Maßnahme. Die Fans stellen nach “asozialem Vandalismus” die Aktivitäten bei Spielen der Austria ab sofort ein. Das teilt die “Union” auf ihrer eigenen Homepage mit.

Die 1999 gegründete Ultràgruppe reagiert damit auf kurveninterne Unstimmigkeiten unter den Austria-Salzburg-Fans am vergangenen Spieltag gegen Bergheim.

Union Ultrà Salzburg spricht von asozialem Vandalismus

“Asozialer Vandalismus von einzelnen Leuten aus der eigenen Kurve gegenüber unserem Gruppeneigentum ist für uns absolut inakzeptabel. Jede Grenze wurde damit überschritten”, lautet das Statement der Anhänger. Eine gemeinsame Basis sei aktuell nicht gegeben, ihr Vertrauen gänzlich erschöpft, heißt es weiter. Insbesondere während dem momentanen Spannungsfeld, in dem sich der Verein befindet, vermisse die Uniongruppe Einheit. “Das ist eine Sache der Fans, die sie intern lösen werden. Es ist auf keinen Fall der Untergang der Welt. Nähere Hintergründe werden nicht kommuniziert”, sagte Vorstandsmitglied Stefan Schubert (Verantwortlich für das “Fan-Wesen” im Verein) im Gespräch mit SALZBURG24.

Austria-Fans stellen Aktivität ein

Als Konsequenz werde die Gruppe, bestehend aus ungefähr 110 Personen, bis auf Weiteres jegliche Aktivität innerhalb der Kurve einstellen. Wie lange die andauern wird, hänge von persönlichen Eitelkeiten ab. Weiter kündigen die Ultras jedoch an, dass die ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb von Austria Salzburg erstmal weitestgehend fortgesetzt werden: “Unsere tragenden Tätigkeiten im Vereinsvorstand, der Geschäftsstelle etc. werden unsere Mitglieder großteils vorläufig (!) weiterführen. Einzig aus unbändiger Liebe zur Austria und dem Wissen, dass sie sich ohne unseren Einfluss nur zurückentwickeln kann“, heißt es dazu von Union Ultrà weiter.

Austria empfängt Schlusslicht Hallein

Wie die Unterstützung beim Heimspiel am Samstag (16 Uhr) gegen den Tabellenletzten Union Hallein aussehen wird, bleibt abzuwarten. Neben der Union gibt es bei den Maxglanern noch Gruppen, wie Fraternité Violette, die Lunatics Salzburg oder die Tough Guys Salzburg. In den letzten Wochen zeigten sich die Violetten in ihrem Spiel stabiler und feierten neben dem 4:0 gegen Eugendorf auch beim 5:1 gegen Bergheim Kantersiege. “Die Umstellungen nach dem Remis in Hallwang haben gegriffen”, erklärte Trainer Christian Schaider, der von den Unstimmigkeiten der Fans nichts mitbekommen haben will.

Als sportlicher Leiter kümmerte er sich um den Kader für die nächste Saison: “Zehn Spieler bleiben an Board. Hinter den Mayr-Brüder, Tormann Ebner und Öbster stehen noch Fragezeichen.” Genauso wie bei der Zukunft zwischen den Fangruppen auf den Rängen.

Statement der Fanguppe

Das Statement im Wortlaut: “Am vergangenen Wochenende haben kurveninterne Unstimmigkeiten einen neuen Höhepunkt erreicht. Asozialer Vandalismus von einzelnen Leuten aus der eigenen Kurve gegenüber unserem Gruppeneigentum ist für uns absolut inakzeptabel. Jede Grenze wurde damit überschritten. Für die Union Ultrà stand immer das Gemeinsame im Zentrum. Gemeinsam alles für unseren Verein, unsere Kurve und unsere Stadt zu geben. Gerade das spezielle Spannungsfeld in dem sich unser Verein befindet erfordert eine Einheit aller Austrianer. Diese gemeinsame Basis ist aktuell nicht gegeben – unser Vertrauen ist gänzlich erschöpft.

Als Konsequenz werden wir als Gruppe bis auf Weiteres jegliche Aktivität innerhalb der Kurve einstellen. Die Zeit wird zeigen, ob eine Zusammenarbeit mit gewissen Teilen der Kurve irgendwann wieder möglich ist oder ob persönliche Eitelkeiten manchen Herrschaften wichtiger sind als die eigene Kurve und der eigene Verein. Unsere tragenden Tätigkeiten im Vereinsvorstand, in der Führung der Geschäftsstelle, als Ordner und Gastromitarbeiter, als Nachwuchstrainer und in vielen weiteren Funktionen werden unsere Mitglieder großteils vorläufig (!) weiterführen. Einzig aus unbändiger Liebe zur Austria und dem Wissen, dass sie sich ohne unseren Einfluss nur zurückentwickeln kann.

Forza Unione – Wir hom Austria Salzburg im Herzen!”

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