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Auto, Smartphone, Fernseher: Elektronikbranche setzt auf Vernetzung

Die neue Version von Mercedes' Software mbrace2 - verfügbar für iPhone und Android-Handys - warnt bei der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit.und navigiert Elektroautos zur nächsten Ladestation. Die neue Version von Mercedes' Software mbrace2 - verfügbar für iPhone und Android-Handys - warnt bei der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit.und navigiert Elektroautos zur nächsten Ladestation. - © DAPD
Die Vernetzung von Fernseher, Computer und mobilen Geräten – meist über das Internet – wird zum Standard in der Unterhaltungselektronik.

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Auch das Autofahren sollen Dienste aus der Daten-Wolke sicherer und komfortabler machen. Auf der CES stellen Mercedes, Ford und der koreanische Hersteller Kia Motors ihre Konzepte für die Nutzung intelligenter Smartphone-Apps im Auto vor. “Wir führen die digitale und die automobile Welt zusammen”, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Dienstag (Ortszeit). “Autos werden smarter, effizienter und vermitteln mehr Spaß am Fahren. “Die neue Version von Mercedes’ Software mbrace2 – verfügbar für iPhone und Android-Handys – warnt zum Beispiel bei der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit und navigiert Elektroautos zur nächsten Ladestation.

Das vernetzte Heim

Mehrere Hersteller stellen in den Messehallen ihre Konzepte fürs vernetzte Heim aus, die alle digitalen Inhalte umfasst. Diese wandern zunehmend in die Cloud, also auf Internet-Server, die von überall aus erreichbar sind. “Der Aufbau des Sony Entertainment Network ist für uns eine wichtige strategische Investition”, sagte Sony-Manager Tim Schaaff mit Blick auf den Medien-Dienst des japanischen Anbieters. Der koreanische Elektronikkonzern Samsung kündigte einen Cloud-Dienst namens AllShare Play an, in dem Nutzer ihre Fotos, Filme und Musik ablegen können.

Auf den Trend zu mobilen und vernetzten Geräten reagieren auch die Chip-Hersteller. Intel startete einen neuen Vorstoß, um seine bei PCs dominierende Chiptechnik auch auf Smartphone und Tablet-Computer zu bringen. “Wir sind überzeugt, dass Handys mit der Intel-Plattform eine einmalige Nutzererfahrung vermitteln”, sagte Vorstandschef Paul Otellini. Ein Referenzmodell des Marktführers bei PC-Prozessoren wird zuerst von Lenovo und Motorola für konkrete Produkte umgesetzt.

Bisher werden die meisten mobilen Geräte von Prozessoren mit der Technik des britischen Chip-Spezialisten ARM angetrieben. Deren Technik wurde von Herstellern wie Nvidia und Qualcomm lizenziert. Diese beruht auf einer als RISC (Reduced Instruction Set Computer) bezeichneten Architektur, die besonders energieeffizient ist. Intel hat bei der Entwicklung seiner x86-Architektur hingegen lange Zeit mehr auf Leistung geachtet als auf den Stromverbrauch.

Qualcomm will nun mit einem neuen Prozessor ins Fernsehgeschäft vordringen – und macht hier ebenfalls Intel Konkurrenz. Die neue Version des Snapdragon S4 sei für Smart TV, also leistungsfähige Geräte mit Internetverbindung gedacht und komme erstmals in einem Fernseher von Lenovo zum Einsatz, teilte Qualcomm-Chef Paul Jacobs mit. “Mobile Technologie zieht in die Häuser auf der ganzen Welt ein.” Neben einem Prozessor mit vier Kernen enthält der Chip ein Grafik- und ein WLAN-Modul, um eine drahtlose Internetverbindung zu ermöglichen.

Die CES gilt neben der IFA in Berlin zu den wichtigsten Messen für Unterhaltungselektronik. Der Veranstalter, die Consumer Electronics Association (CEA) korrigierte die Ausstellerzahl am Dienstag nach oben: Mit mehr als 3100 Firmen sei ein neuer Rekord aufgestellt worden. Die CEA erwartet bis Freitag mehr als 140.000 Besucher.

(APA)



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