Baby geschüttelt – Zwei Jahre Haft für Tiroler

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Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig
Wegen schwerer Körperverletzung ist ein 24-jähriger Tiroler am Montag am Landesgericht Innsbruck zu zwei Jahren Freiheitsstrafe und zur Zahlung von 9.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Dem Mann wurde vorgeworfen, seinen damals nur wenige Wochen alten Sohn bei zwei Vorfällen so geschüttelt zu haben, dass das Kind Rippenbrüche und Einblutungen im Gehirn erlitten habe.


Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung gaben keine Erklärung ab. “Ich habe mir in meiner 30-jährigen beruflichen Laufbahn zu eigen gemacht, opferbezogen zu denken”, meinte Richter Josef Geisler in Richtung des Angeklagten. “Zwei Jahre Freiheitsstrafe werden meiner Meinung nach dieser unfassbaren Tat gerecht”, fügte der Richter hinzu.

Der 24-Jährige hatte sich beim ersten Prozesstermin für nicht schuldig erklärt, danach jedoch seine Verantwortung teilweise geändert. Er habe viel nachgedacht und es könne sein, dass er seinen Sohn damals geschüttelt habe, hatte er vor Gericht gesagt. Einen zweiten Vorfall, bei dem das Baby bereits zuvor Gehirnverletzungen und Rippenbrüche erlitten haben soll, hatte der Angeklagte jedoch weiterhin geleugnet. “Für mich steht mit Sicherheit fest, dass es zwei Vorfälle gab”, meinte Geisler aber in Richtung des 24-Jährigen bei der Urteilsverkündung.

Ein Gutachten zur Abklärung möglicher Langzeitfolgen hatte dem Kind eine “insgesamt eher günstige Entwicklung” attestiert. Es gebe bisher keine Hinweise auf etwaige Bewegungsstörungen und auch die Sprache und das Sprachverständnis des Kindes seien altersentsprechend. Um eine seriöse Langzeitprognose machen zu können, müsse man das Kind im Alter von vier bis fünf Jahren jedoch nochmals untersuchen, hieß es in dem Gutachten.

Das Kind war am 28. Februar 2013 schwer verletzt in die Innsbrucker Klinik eingeliefert worden. Mehrere Rippenbrüche, Einblutungen im Gehirn, Hämatome auf der Brust und der Verlust des Sehvermögens wurden bei der Untersuchung im Krankenhaus festgestellt. Außerdem soll der Säugling zu diesem Zeitpunkt bereits ältere Einblutungen im Gehirn gehabt haben, die von einem ähnlichen Vorfall stammen könnten.

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