Mittels Bergetau wurde der Mann ins Tal geflogen. - © BRK
Die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ mussten den Oberfranken im Gelände medizinisch versorgen und dann am 50 Meter langen Rettungstau ins Tal fliegen.
Nach Polizeiangaben war der 49-Jährige gegen Mittag mit einer kleinen Gruppe Gleitschirmflieger für Filmaufnahmen eines Fernsehsenders von der Zwieselalm aus in Richtung Lofer gestartet, wo er dann auch landen wollte. Über der Südwestseite des Ristfeuchthorns klappte plötzlich sein Schirm auf einer Seite ein, woraufhin er rapide an Höhe verlor, seinen Notschirm zog, und unverletzt in den Bäumen des Bergwalds landete. Über Funk nahm er Kontakt zu seinen Mitfliegern auf und machte sich zu Fuß auf den Weg ins Tal. Beim Abstieg stürzte der Paragleiter und verletzte sich so schwer an Fuß und Arm, dass seine Kameraden gegen 16 Uhr einen Notruf absetzen mussten.
Die Einsatzkräfte konnte den Paragleiter für den Abtransport stabilisieren. Mit einem 50 Meter langen Bergetau wurde der Verletzte ins Tal geflogen, wo er dem Roten Kreuz übergeben wurde. Der Flugunfall-Sachbearbeiter der Reichenhaller Polizei nahm den genauen Hergang auf. Sechs Bergwachtleute waren rund eineinhalb Stunden lang gefordert.