Ban sicherte Palästinensern Unterstützung zu

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In Shejaiya sah Ban ein einziges Trümmerfeld
In Shejaiya sah Ban ein einziges Trümmerfeld
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Palästinensern im Gazastreifen Unterstützung der internationalen Gemeinschaft beim Wiederaufbau zugesichert. “Wir stehen an eurer Seite”, sagte er am Dienstag, dem letzten Tag seiner Nahost-Reise, bei einem Treffen mit Ministern der Einheitsregierung von Fatah und Hamas. Die Zerstörungen, die er gesehen habe, seien “unbeschreiblich”.


Ban forderte neue Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern. Sonst könne die Gewalt jederzeit wieder aufflammen. Der UNO-Generalsekretär war am Dienstag erstmals seit 2012 wieder in das palästinensische Gebiet gereist, um sich ein Bild von den Schäden zu machen, die im jüngsten Gaza-Krieg entstanden sind. Er besuchte unter anderem eine UNO-Schule und den Stadtteil Shejaia. Das Viertel war während der Kämpfe im Sommer schwer beschädigt worden.

Am Montag sprach der UNO-Generalsekretär in Ramallah mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Rami Hamdallah und in Jerusalem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu sowie mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin. Dabei forderte er ebenfalls neue Friedensgespräche und kritisierte Israels Siedlungspolitik. “Wir drängen die Palästinenser dazu, Mut zu beweisen, und den Friedensprozess fortzusetzen”, sagte Ban etwa nach dem Treffen mit Hamdallah. “Wir drängen Israel dazu, dasselbe zu tun.”

Israel hat im Juli und August mehr als 5.000 Ziele in dem Küstenstreifen angegriffen, um den Raketenbeschuss der radikal-islamischen Hamas einzudämmen. Mehr als 2.100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis wurden in dem 50-tägigen Krieg getötet.

Bei einer internationalen Geberkonferenz waren am Sonntag 5,4 Milliarden Dollar (etwa 4,2 Milliarden Euro) gesammelt worden, um die Kriegsschäden in Gaza zu beseitigen. Ban zufolge ist ein Wiederaufbau Gazas jedoch nicht genug. Auch die Lebensbedingungen der Menschen, erschwert durch die Blockaden Israels und Ägyptens, müssten sich seiner Ansicht nach bessern.

Ban und Hamdallah sagten, man habe sich auf einen Mechanismus zum Wiederaufbau der zerstörten Küstenenklave geeinigt. Die Aufbauarbeiten sollten von den Vereinten Nationen überwacht und von der palästinensischen Behörde geleitet werden. Auch die im Gazastreifen herrschende Hamas habe ihre Zustimmung gegeben.

Am Dienstag trafen unterdessen erste Lieferungen von Baumaterialien zum Wiederaufbau in der Küstenenklave ein. 600 Tonnen Zement würden erwartet, sagte eine Sprecherin der israelischen Koordinierungsstelle für Aktivitäten in den palästinensischen Gebieten (COGAT). Zusätzlich sollen 50 Lastwagen mit Baustoffen und 10 Lastwagen mit Eisen nach Gaza gebracht werden. Israel kontrolliert die Einfuhr solcher Materialien streng, weil es befürchtet, militante Palästinenser könnten die Materialien zum Beispiel dafür nutzen, Tunnel nach Israel zu bauen.

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