Bank Austria Kunstpreis an Ars Electronica und Schurian

Die Ars Electronica darf sich über den mit 100.000 Euro dotierten Großen Bank Austria Kunstpreis freuen. Ebenfalls prämiert wird “Standard”-Kulturchefin Andrea Schurian, an die der Kulturjournalismus-Preis geht (8.000 Euro), sowie das Musikprojekt united heartbeat, das den Crowdfunding-Preis erhält (10.000 Euro). Die Auszeichnungen werden Freitagabend im Theater in der Josefstadt überreicht.

Insgesamt werden beim Bank Austria Kunstpreis 218.000 Euro ausgeschüttet. Neben den bereits genannten Preisen werden nämlich Crowdfunding-Kampagnen aus dem Kulturbereich im Ausmaß von 100.000 Euro unterstützt. Durch die Drittelfinanzierung werden so gemeinsam mit weiteren Financiers mehr als 330.000 Euro für die heimische Kreativszene aufgestellt. Heuer konnten somit 33 Kampagnen einem erfolgreichen Ergebnis zugeführt werden.

“Kunst reflektiert gesellschaftliche Entwicklungen und ist ein wichtiger Beitrag für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität eines Landes”, wird Bank-Austria-Chef Robert Zadrazil zum Preis zitiert. “Unser Engagement in diesem Bereich ist integrativer Bestandteil unserer gesellschaftlichen Verantwortung als größter Kulturförderer des Landes.” Auch für heuer wird die Auszeichnung ausgeschrieben, wobei man “weiterhin auf großes Interesse und zahlreiche Teilnehmer” hofft.

Die Linzer Ars Electronica bietet seit 1979 unterschiedlichste Veranstaltungen an der Schnittstelle von Kunst, Kultur, Medien, Technik und Gesellschaft. Neben dem jährlichen Festival besteht seit 1996 das Ars Electronica Center in der oberösterreichischen Landeshauptstadt und werden im Futurelab interdisziplinäre Forschungsprojekte vorangetrieben.

Die Empfängerin des Kulturjournalismus-Preises, Andrea Schurian, kann wiederum auf eine lange journalistische Laufbahn zurückblicken, schrieb sie doch als freie Autorin u.a. für “Presse” und “Kleine Zeitung” und arbeitete etliche Jahre im ORF. Seit Herbst 2008 leitet sie das Kulturressort der Tageszeitung “Der Standard”.

Im Crowdfunding-Bereich, der seit dem Vorjahr mit mehr als der Hälfte der gesamten Preissumme bedacht wird, gibt es heuer eine Neuerung: Neben der Unterstützung der einzelnen Kampagnen wird mit dem separaten Crowdfunding-Preis zudem ein Projekt prämiert, “das durch die Verknüpfung von Kunst und Kultur mit sozialem Engagement einen besonders wichtigen Beitrag zur positiven Gestaltung der Gesellschaft leistet”.

Über die damit verbundenen 10.000 Euro darf sich united heartbeat freuen, das sich an Musiker richtet, die ihre Heimat verloren haben. Ihnen werden über die Plattform insbesondere Instrumente vermittelt, um wieder ihre Profession und Leidenschaft ausüben zu können.

Bei der heutigen Gala, durch die Alfons Haider als Moderator führen wird, gibt es auch eine Ehrung für soziales Engagement: Den mit 85.000 Euro dotierten Bank Austria Sozialpreis teilen sich Projekte aus allen neun Bundesländern – von den Kunstworkshops “Sowieso!” für Kinder mit Behinderungen in Wien bis zur Jugendarbeit “Köpfe wie Du & Ich” in Lustenau. Pro Vorhaben gibt es 9.000 Euro, zusätzliche 4.000 Euro gehen als Sonderpreis an “Amigo@Work” in Oberösterreich, bei dem Wirtschaftstreibende Flüchtlingen im Züge ihres Asylverfahrens erste Einblicke in den heimischen Arbeitsmarkt bieten.

(APA)

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