Sanel Ruznic [links] war mit 19 Punkten Top-Scorer der BBU Salzburg. - © Krug
Die BBU Salzburg ging als klarer Außenseiter in das Heim-Match am Samstag gegen UKJ Mistelbach. Während die Salzburger im Tabellenkeller der zweiten Bundesliga zu Hause sind, hatten die Niederösterreicher in diesem Jahr erst eine Niederlage zu verbuchen. Die BBU-Truppe ließ die Mistelbacher zittern, bis kurz vor Schluss schien ein Sensationssieg Mozartstädter möglich. Aber alles der Reihe nach.
„Das war die Mannschaft die ich kenne!“, teilte BBU-Coach Wimmer in einer Aussendung über den Auftritt seiner Jungs mit. Die zuletzt schwachen Auftritte der BBU Salzburg schienen vergessen und die Mannschaft startete energiegeladen ins Match und stellten klar, dass sie sich nicht kampflos ergeben würden. Bei den Niederösterreichern war der tschechische Import Vladimir Sismilich kaum unter Kontrolle zu bringen, dafür war auf Salzburger Seite der Legionär Richard McNutt nach einer Gallenoperation wieder einsatzbereit und sorgte schon im ersten Viertel für Punkte. Stand nach zehn Minuten: 17:21, das Spiel war unerwarteterweise noch offen.
Im zweiten Viertel peitschten die 200 Fans in der Sporthalle Alpenstraße ihre Heimmannschaft von Punkt zu Punkt. Erst konnte Mistelbach punkten, dann scorte BBU Salzburg fleißig und mit einem Buzzer-Beater von Jan Veit, ansehnlich mehr oder weniger mit dem Klang der Pausensirene versenkt, besiegelte die sensationelle Halbzeitführung mit 36:35.
Die Mistelbacher erwischten den besseren Start ins dritte Viertel, dazu kollierdierten die beiden BBU-Spieler McNutt und Rattey, wobei Ersterer einen Teil seines Schneidezahns verlor.
Am Anfang des Schlussviertels waren die BBU Salzburg Jungs wieder voll präsent und der Youngster Philipp Tanzer versenkte gleich zu Beginn einen Dreier. Danach folgte ein Nervenkrimi. Erst übernahm Mistelbach das Kommando, dann scorten die Salzburger Basketballer sieben Punkte ohne Gegentreffer und drei Minuten vor Schluss waren die BBU-Cracks 58:56 vorne. Dann folgten unkonzentrierte Aktionen der Salzburger. Eine strittige Schiedsrichterentscheidung bescherte den Gästen Ballbesitz und Freiwürfe, am Ende sollten die Salzburger unglücklich mit 65:74 als Verlierer vom Platz gehen.