Bauland meist deutlich günstiger als angeboten

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Im Tennengau werden schlussendlich knapp 30 Prozent weniger bezahlt als ursprünglich verlangt.
Im Tennengau werden schlussendlich knapp 30 Prozent weniger bezahlt als ursprünglich verlangt. - © Bilderbox
Verkäufer von Bauland bekommen selten den Preis, den sie sich vorstellen – im Tennengau ist die Preisschere mit knapp 30 Prozent österreichweit am größten. Durchschnittlich liegen die Unterschiede bei etwa 18 Prozent.

Das ergab eine Berechnung der Immo-Plattform willhaben und des Transaktionsspezialisten Immounited. Dazu wurden zwischen Juli 2015 und 2016 über 35.000 Baugrundstücke analysiert, inwiefern der Angebotspeis mit dem tatsächlichen Kaufpreisen laut Grundbuch übereinstimmt.

willhaben und IMMOunited untersuchen Preisschere bei BaugrundstŸcken zwischen Angebots- und Kaufpreis

Grundstücke 30 Prozent billiger verkauft als angeboten

Das Bundesland Salzburg hat hier mit dem Tennengau und seiner Preisschere von 29,03 Prozent den bundesweiten Höchstwert vorzuweisen. Da passt es auch gut ins Bild, dass der Pongau mit der niedrigsten Diskrepanz von 14,76 Prozent noch immer relativ hoch liegt. Im Flachgau beträgt die Spanne 22,8 Prozent, im Pinzgau 20,71 Prozent und im Lungau 20,4 Prozent.

Die möglichen Ursachen für die teilweise großen Unterschiede zwischen Angebotspreisen und Verkaufspreisen sind vielfältig und variieren naturgemäß von Fall zu Fall:

Hohen Abweichungen kann beispielsweise eine überdurchschnittlich große Anzahl teurer Grundstücke, die aber nur selten auch tatsächlich verkauft wurden, zugrunde liegen. Sollten diese kostspieligen Liegenschaften ohne Verkaufserfolg wieder vom Markt genommen, oder der Verkauf zu einem niedrigeren Preis realisiert werden, öffnet dies die Schere.

Hintergrund: In manchen Fällen liegen bezüglich Bewertung und Lage objektiv zu hohe Preisvorstellungen seitens der Abgeber vor. Oftmals stehen aber auch (beispielsweise im Hochpreissegment) durchaus realistische Preisvorstellungen einer zu kleinen, potentiellen Käufergruppe gegenüber.

Grundstück kostet im Durchschnitt 173.000 Euro

Generell haben sich die Grundstückspreise von 2009 bis 2016 um 4,1 Prozent jährlich gesteigert. Das durchschnittliche Baugrundstück in Österreich hat 973 Quadratmeter. Die Käufer zahlen im Schnitt 173.000 Euro für ein Grundstück. Seit 2009 wechselten in Österreich rund 181.000 Grundstücke ihren Besitzer.

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