Die BBU Salzburg musste in ihrer ersten österreichweiten Bundesliga-Saison viel Lehrgeld bezahlen. - © Martin Allinger
„Wir haben Lehrgeld bezahlt“, berichtete Harald Bründlinger, Manager der BBU Salzburg, im Gespräch mit SALZBURG24. „Und zwar ein bissl mehr als erwartet.“ Im letzten Saisonspiel am Samstag in der Sporthalle Alpenstraße verloren die Salzburger deutlich gegen die „Startruppe“ der Mattersburg Rocks, obwohl die BBU-Truppe bis zur Halbzeit noch halbwegs mithalten konnte. In der ganzen Saison konnten sie nur ein Spiel gewinnen. Vom Saisonziel sich im Mittelfeld der Meisterschaft zu platzieren, war man weit entfernt.
Das letzte Spiel der Meisterschaft stand repräsentativ für die ganze Saison. Einige Spiele gingen nur knapp oder wegen unnötiger Fehler verloren und vor allem das „BBU-Phänomen“ machte den Salzburger Basketball-Cracks zu schaffen. Dieses Phänomen beschreibt die unerklärlichen Leistungseinbrüche mitten im Spiel, nachdem sie in der Anfangsphase mit dem Gegner lange mithalten konnte.
Konkrete Pläne, um an diesem Problem zu arbeiten, gibt es noch keine. „Es wird personelle Veränderungen geben müssen“, beschreibt Manager Bründlinger eine Konsequenz. Diese fänden aber auch naturgemäß, wegen Zivildienst und Bundesheer, Beruf und Studium der Spieler, statt. Speziell werden auch Coachings wie etwa Mentaltraining angedacht.
„Das tut jetzt natürlich weh“, meinte der BBU-Teammanager schließlich nochmal zum Saisonverlauf. Aber es beeinflusse den Gesamtplan nicht, so Bründlinger weiter. Die Salzburger sind erst seit kurzem als semiprofessionelle Mannschaft unterwegs, während andere Teams auf diesem Niveau schon mehr Erfahrung haben, und das Ganze ist als Mehrjahresprojekt ausgelegt. Der BBU-Nachwuchs zeigt außerdem eine gute Entwicklung, was für die Zukunft positiv stimmt.
(Florian Gann / SALZBURG24)