Belgiens Bierkultur, Rumba und Newroz werden Weltkulturerbe

Die belgische Bierkultur gehört künftig zum Weltkulturerbe. Die zuständige UNESCO-Kommission begründete ihre Entscheidung am Mittwoch im äthiopischen Addis Abeba mit der lebendigen Braukultur und der Vielfalt der 1.500 belgischen Biersorten. Auch die kubanische Rumba sowie das Neujahrsfest im Iran und anderen Ländern stehen künftig auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit.

Die UN-Kulturorganisation erklärte, die Herstellung und Wertschätzung des Bieres gehörten in Belgien zum lebendigen Erbe vieler Gemeinschaften. Das Getränk spiele im Alltag wie bei Festen eine große Rolle und werde auch zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet.

Zur Rumba auf Kuba hob die UNESCO hervor, sie sei nicht nur ein Tanz, sondern auch mit einem besonderen Musikstil, mit Gesang und Gesten verbunden. Sie sei “Symbol einer marginalisierten Gesellschaft” und habe von Armenvierteln aus ganz Kuba erobert.

Die UNESCO würdigte auch das traditionelle Neujahrsfest, das in Ländern wie dem Iran, Afghanistan und Indien oder in kurdischen Regionen begangen wird. Es hebe sich durch seine traditionellen Speisen und Rituale hervor. In Österreich ist es vor allem unter dem Namen Newroz oder Nouruz bekannt. Es wird auch als Frühlingsfest bezeichnet, da es am 20. oder 21. März gefeiert wird.

Das UNESCO-Komitee entscheidet noch bis zum 2. Dezember über Kandidaturen für die Liste des immateriellen Weltkulturerbes. Dazu zählen Feste, Tänze, Gesänge, Handwerkstechniken oder Essenstraditionen. Dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes sind 171 Staaten beigetreten.

(APA/ag.)

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