Belgrad: Polizei-Fehler bei Angriff auf Botschaft

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Demonstranten setzten 2008 Botschaften in Brand
Demonstranten setzten 2008 Botschaften in Brand
Vier serbische Polizeigeneräle sollen durch strategische Fehler dafür verantwortlich sein, dass vor sechs Jahren mehrere Botschaften in Belgrad von einer aufgebrachten Menge angegriffen werden konnten. Das habe ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums ergeben, berichteten die Zeitungen am Freitag in der serbischen Hauptstadt.


Nach einer von der Regierung organisierten Massendemonstration gegen die Unabhängigkeit des Kosovos hatten wütende Teilnehmer die Botschaften angegriffen. Die US-Vertretung war lichterloh in Brand geraten; ein Angreifer war in den Flammen ums Leben gekommen. Betroffen waren auch die deutsche, die kroatische und die kanadische Botschaft, die in derselben Straße lagen. Bereits zuvor hatten Randalierer die Vertretungen der Türkei und Bosnien-Herzegowinas mit Bierdosen und Steinen beworfen. Die österreichische Botschaft war nicht betroffen.

Die Generäle hätten professionelle Fehler gemacht, so dass die Botschaften der Menge vorübergehend schutzlos ausgeliefert gewesen seien, heißt es den Zeitungen zufolge in dem geheimen Bericht. Weiter offen bleibt die Frage nach den politischen Hintermännern der Angriffe. Serbische Medien mutmaßen seit langem, dass der Geheimdienst des Landes im Auftrag des damaligen nationalistischen Regierungschefs Vojislav Kostunica die Fäden gezogen habe.

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