Belgrad und Tirana nach Eklat um Beruhigung bemüht

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Viel Ärger wegen einer Fahne
Viel Ärger wegen einer Fahne
Nach dem Zwischenfall beim Fußball-EM-Qualifikationsspiel versuchen Serbien und Albanien die Wogen zu glätten. Beide Regierungen versicherten, dass der Belgrad-Besuch des albanischen Premiers Edi Rama am 22. Oktober nicht gefährdet sei. “Fußball kann nicht zum Instrument der Staatspolitik werden und Politik kann sich nicht von dem leiten lassen, was auf dem Fußballspielfeld passiert”, sagte Rama.


Das Spiel am Dienstagabend in Belgrad war abgebrochen worden, nachdem eine Drohne mit einer “Großalbanien”-Flagge auf das Spielfeld gesegelt war und es zu Zusammenstößen kam. Rama sagte laut Medienberichten am Mittwochabend, die Flagge sei für ihn keine Provokation. Er bedauere zutiefst, dass die Flagge über dem Fußballfeld, wo es Tausende serbischer Flaggen gegeben habe, als Alibi für alles genutzt werde, was vor sich gegangen sei, sagte Rama dem TV-Sender Top Channel.

Die Belgrader Tageszeitung “Danas” berichtete unterdessen am Donnerstag unter Berufung auf Quellen im Kabinett des serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vucic, dass der Besuch Ramas am 22. Oktober nicht gefährdet sei. Vucic selbst hatte am Mittwoch in einer ersten Reaktion erklärt, dass er die Entscheidung über den Besuch noch treffen werde. Er weiche dem Gespräch nicht aus, versicherte er.

Belgrad hat laut Medienberichten mit einer scharfen Demarche auf den Zwischenfall beim Fußballspiel reagiert. Die Note sei dem albanischen Botschafter Ilir Boqki überreicht worden. Das serbische Außenministerium sei der Ansicht, dass solche, offenbar sorgsam geplante Vorfälle eine ernsthafte Gefährdung zum Aufbau von vertrauensvollen und kooperativen Beziehungen in der Region seien. Außenminister Ivica Dacic sagte, es sei ihm nicht bekannt, das Projekt “Großalbanien” ein Zukunftsmodell für die Region wäre.

Die Drohne , die für den Zwischenfall sorgte, wurde laut jüngsten Medienberichten unterdessen in Pancevo, östlich von Belgrad, sichergestellt. Ihr Besitzer werde von der Polizei einvernommen, meldete die Tageszeitung “Kurir”.

Serbische Medien hatten zuerst berichtet, dass die Drohne vom Bruder des albanischen Regierungschefs Olsi Rama ferngesteuert worden sei. Rama selbst hatte dies bestritten. Er sei geschockt gewesen, mit der Flaggen-Aktion in Verbindung gebracht geworden zu sein, erklärte Rama dem US-Fernsehsender CNN. Als er die Flagge gesehen habe, habe er gedacht, dass dies ein Werk der serbischen Seite gewesen sei.

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