Bergung mit Polizeihubschrauber kann kostenpflichtig sein

Akt.:
Einsätze werden bei grober Fahrlässigkeit künftig in Rechnung gestellt. (Archivbild)
Einsätze werden bei grober Fahrlässigkeit künftig in Rechnung gestellt. (Archivbild) - © APA/EXPA/JFK
Wer grob fahrlässig handelt und damit einen Hubschrauber-Einsatz der Polizei auslöst, muss ab Freitag die Kosten für die Bergung selbst zahlen. Auch Alpinisten, die vorsätzlich eine falsche Notlage vortäuschen und einen Einsatz auslösen, bekommen eine Rechnung. Möglich macht dies eine Novelle des Sicherheitspolizeigesetztes (SPG), die am Freitag in Kraft tritt.

Ein Polizeieinsatz wegen vorsätzlich falscher Notmeldung umfasst beispielsweise auch Einschreiten der Exekutive wegen täuschend echt aussehender Spielzeugwaffen, wenn etwa Passanten die Behörde deswegen alarmieren. Erklärt wird dies in den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf.

Pauschalbetrag muss bezahlt werden

Auch solche Fälle sind ab Freitag für den Verursacher, also beispielsweise den Träger der Spielzeugwaffe, kostenersatzpflichtig. Für die Aufwendung ist ein Pauschalbetrag, der mit einer Verordnung des Innenministeriums festgesetzt wird, zu leisten. Nachfragen der APA im Innenministerium über die Höhe blieben am Donnerstag zunächst unbeantwortet.

Einsatz bei grober Fahrlässigkeit zu bezahlen

Der zweite Fall bezieht sich auf die Hubschraubereinsätze. Hier sieht der Paragraf 92a vor, dass sich betreffende Personen “zumindest grob fahrlässig einer Gefahr für Leben oder Gesundheit ausgesetzt” haben. Wie das Ministerium im Begleittext erläutert, werden jährlich mit Hubschraubern der Polizei 250 bis 300 Personen unverletzt geborgen. In rund 150 Fällen jährlich wird künftig die Möglichkeit bestehen, die Kosten nach den neuen Bestimmungen des SPG zu verrechnen. Ein Hubschrauber-Einsatz kostet durchschnittlich 3.180 Euro – eine Hubschrauberminute wird mit 53 Euro berechnet.

(APA)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Verkehrschaos in und um die St... +++ - Bagger in Nußdorf umgestürzt: ... +++ - Mazda ruft 1.078 Fahrzeuge in ... +++ - Österreichs Brücken werden all... +++ - "Meinzuhaus": Eigene vier Wänd... +++ - Stolpersteine in Salzburg: „Wi... +++ - Anton Waldner: Salzburg hat ne... +++ - Randalierende und raubende Jug... +++ - Mehrere Fahrzeuge bei Unfall i... +++ - Wanderer bei Sturz am Untersbe... +++ - "Solidarisches Salzburg" kündi... +++ - Die kuriosesten Poller-Unfälle... +++ - Frau droht Nachbarn mit Mord: ... +++ - Auffahrunfälle fordern elf Ver... +++ - Zwei Pkw im Pongau überschlage... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen