Bestände von Pariser Erotik-Museum versteigert

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Erotic Museum musste schließen
Erotic Museum musste schließen - © APA (Archiv/AFP)
Die Ausstellungsstücke des Pariser Erotik-Museums zieren nun die Heime von Sammlern weltweit. Mehr als 2.000 Erotika kamen am Sonntagabend bei einer Versteigerung in Paris unter den Hammer und erzielten mit rund 500.000 Euro einen Erlös, der das Erwartete um das Dreifache überstieg. Das Museum im Vergnügungsviertel Pigalle musste schließen.

Versteigert wurden Gemälde, Fotografien, Skulpturen und eine Vielzahl von Phallus- und Vaginaobjekten in etlichen Farben und Formen. Zu den Höhepunkten der Auktion zählte eine moderne Stahlskulptur, die eine Frau beim Geschlechtsverkehr mit einem Roboter zeigt. Ihr Schätzwert lag bei 8.000 Euro, doch erzielte sie letztlich mehr als 38.000 Euro.

Die Darstellung einer nackten Mona Lisa ging für 13.000 Euro weg. Mehr als 20.000 Euro zahlte ein Bieter für eine Halbrelief-Version von Salvador Dalis Gemälde “Jungfrau, von den Hörnern ihrer eigenen Keuschheit auto-sodomisiert”.

Rund 500 Interessenten hatten sich zu der Versteigerung eingefunden, weitere 500 waren über das Internet zugeschaltet. “Viele Leute wollten ein Souvenir aus diesem unvergesslichen Museum erwerben”, sagte Auktionator Bertrand Cornette.

Das “Musee de l’Erotisme” lag wenige Schritte vom berühmten Nachtklub “Moulin Rouge” entfernt. Es musste schließen, weil der Gebäudebesitzer den Mietvertrag nicht verlängerte und die Betreiber des privaten Museums keine andere geeignete Unterkunft fanden.

(APA/ag.)

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