Betriebsversammlungen der Metaller

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Gewerkschafter kritisieren Vorgehen
Gewerkschafter kritisieren Vorgehen
Die Arbeitnehmervertreter der Maschinen- und Metallwarenindustrie haben am Donnerstag bundesweit ihre Betriebsrätekonferenzen abgehalten. Es ist dies die Reaktion auf die Forderung der Arbeitgeber, als Basis für die Kollektivvertragsverhandlungen die EU-Inflationsrate von 0,5 Prozent statt die österreichische von – im Jahresverlauf – 1,8 Prozent heranzuziehen.


Bei den Betriebsrätekonferenzen waren laut Gewerkschaftsangaben 1.200 Arbeitnehmervertreter anwesend. In der dabei beschlossenen Resolution heißt es: “Die Betriebsrätinnen und Betriebsräte lehnen diese, der österreichischen Sozialpartnerschaft unwürdigen Vorgangsweise zutiefst ab. Wir werden vor der nächsten Verhandlungsrunde am 28. Oktober 2014 Versammlungen in den Betrieben abhalten und die Beschäftigten umfassend informieren. Sollte auch dann kein akzeptables Ergebnis erzielt werden, werden wir die Beschäftigten nochmals informieren und gemeinsam mit ihnen festlegen, wie wir unsere Interessen erfolgreich durchsetzen können.”

Die Arbeitnehmervertreter fordern eine spürbare Anhebung der Löhne und Gehälter und eine Freizeitoption, also die Möglichkeit statt einer Ist-Gehaltserhöhung mehr Freizeit zu bekommen. Die Arbeitgeber sehen darin eine Arbeitszeitverkürzung durch die Hintertür. Sie argumentieren, dass sie “80 Prozent ins Ausland liefern und nicht mit österreichischen Betrieben im Wettbewerb stehen, sondern mit ausländischen”.

Erwartungsgegemäß erfolglos waren am Mittwoch auch die beiden ersten Verhandlungsrunden mit den Fachverbänden Bergbau-Stahl und Fahrzeugindustrie verlaufen. Die Industriellenvereinigung richtete den Arbeitnehmervertretern nun aus, nur Verhandlungen “mit Augenmaß” würden Arbeitsplätze sichern.

Verhandelt wird in diesen Tagen auch der Kollektivvertrag für die rund 200.000 Beschäftigten des Metallgewerbes. Zum Vergleich: In der Metallindustrie sind rund 180.000 Personen beschäftigt, 120.000 davon in der Maschinen- und Metallwarenindustrie. In dieser Sparte wird am 28. Oktober in der vierten Verhandlungsrunde weiter gefeilscht.

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