Jetzt klickten die Handschellen. - © Bilderbox
Ein 40-jähriger Mann aus Niederösterreich inserierte in Kontaktanzeigen, dass er eine Frau fürs Leben sucht. Seine Absicht war es, Frauen kennen zu lernen, um für eine gewisse Zeit Unterkunft zu bekommen und finanziell abgesichert zu sein.
Auf eine seiner Kontaktanzeigen meldete sich eine 29-jährige Pinzgauerin und es entwickelte sich eine Beziehung. Bei ihr gab sich der Mann als der wohlhabende Hubschrauberpilot Karl Heinz von Thurnberg aus guter Familie aus. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen lockte er der Frau über einen Zeitraum von etwa drei Wochen den Geldbetrag von insgesamt 1.300 Euro heraus. Weiters stahl er ihr eine Digitalkamera, die er in Zell am See sofort weiterverkaufte. Als er sich nicht mehr meldete, erstattete die Pinzgauerin Anzeige.
Bei den Erhebungen stellte sich heraus, dass es keine Person mit dem Namen Karl Heinz von Thurnberg gibt. Nachforschungen ergaben, dass es sich bei dem Betrüger um einen 40-jährigen Mann aus Niederösterreich handelte, gegen den vom Landesgericht Wien ein Haftbefehl bestand.
Weiters stellte sich heraus, dass der Niederösterreicher in Baden bei Wien ebenfalls eine Frau betrogen und ihr Schmuck und eine Digitalkamera gestohlen haben soll. Auch bei diversen Immobilienmaklern in Zell am See gab sich der Betrüger als Karl Heinz von Thurnberg oder Fürstenberg aus, sah sich Eigentumswohnungen und Häuser an und gab an, diese kaufen zu wollen.
Aufgrund eines Hinweises der Polizeiinspektion Zwettl konnte der Betrüger von Beamten der Polizei Zell am See verhaftet und in die Justizanstalt Wien eingeliefert werden. Weiters wird er wegen Verdacht des Betruges und Diebstahles bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt.
A u f r u f :
Es besteht der Verdacht, dass der Mann noch weitere Frauen betrogen hat. Zweckdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen