Betrug mit Wertkarten-Codes: Pinzgauerin ausgetrickst

Die Betrüger lassen sich via Telefon die Codes der Ladebons durchgeben. (Symbolbild)
Die Betrüger lassen sich via Telefon die Codes der Ladebons durchgeben. (Symbolbild) - © Bilderbox
Eine Angestellte eines Schreibwarengesschäftes in Zell am See (Pinzgau) wurde am Samstag von einem Telefonbetrüger ausgetrickst. Der Unbekannte entlockte der Frau Wertkarten-Codes im Wert von 800 Euro. Zu einem ähnlichen Fall kam es am Wochenende auch in Oberösterreich. Ob es sich um denselben Täter handelt, ist noch unklar.

Wie die Polizei Salzburg am Montag in einer Aussendung berichtete, wurde die Angestellte in Zell am See von einem Unbekannten via Telefon kontaktiert. Er gab sich als Mitarbeiter der Zentrale aus und forderte die Frau auf, die Codes für Aufladebons für Handys bekanntzugeben, da diese aus dem Sortiment genommen werden sollten. Die Angestellte gab 20 Codes im Wert von je 40 Euro durch. Danach wurde das Gespräch beendet und die Frau stutzig. Sie informierte die Polizei.

Telefonbetrüger schien gut vorbereitet

Ein ähnlicher Fall hat sich am Samstag auch in einer Trafik in Dietach (Bez. Steyr-Land) zugetragen. Hier gab sich ein unbekannter Anrufer als Mitarbeiter einer Firma für Wertkartensysteme aus. Er schien gut vorbereitet, denn er kannte auch den Code des in der Trafik aufgestellten Gerätes. Der Betrüger forderte die Trafikantin auf, ihm die Codes von Ladebons für Wertkartenhandys durchzugeben, was die Frau in 80 Fällen auch tat.

Die Trafikantin wurde nicht misstrauisch, weil am Telefondisplay die Hotline-Nummer des Mobilfunk-Unternehmens aufschien. Als der Ehemann der Geschäftsinhaberin zufällig in die Trafik kam und den Vorgang bemerkte, übernahm er das Telefonat mit dem Unbekannten. Dieser legte nach kurzem Gespräch auf. Die Geschädigte kontaktierte sofort den Mobilfunkanbieter und ersuchte um Stornierung der Bons. Wie viele Ladebons der Täter in der Zwischenzeit hat einlösen können, wird allerdings erst auf der Monatsendabrechnung ersichtlich sein.

(APA/SALZBURG24)

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