Bewegung in Gerichtsstreit um Constantia-Packaging-Übernahme

In der seit 2010 am Handelsgericht Wien anhängige Causa Constantia Packaging AG (CPAG) gibt es Bewegung. Die CPAG wurde 2010 von OEP übernommen. Kleinanleger fochten die Barabfindung in Höhe von 47 Euro je Aktie im Rahmen eines Gesellschafterausschlusses an. Nun brachten sie Schriftsätze ein, wonach sie getäuscht worden seien, schreibt das Nachrichtenmagazin “profil” in einem Vorausbericht.

In den Schriftsätzen heißt es dem Bericht zufolge, dass die Kleinanleger “über den wahren Wert der Beteiligung an der CPAG in die Irre geführt” worden seien. Und zwar “indem ihnen falsche Zahlen und falsche Erwartungen präsentiert wurden”. Die Anleger stützen sich auf Erkenntnisse aus dem vor einem New Yorker Bundesbezirksgericht durchgesetzten Discovery-Verfahren, das One Equity Partners (OEP) zur Offenlegung von relevanten E-Mails und Dokumenten verpflichtete. Diese sollen zeigen, dass OEP den Wert der Constantia Packaging intern höher ansetzte als die offiziellen Bewertungen vermuten ließen, schreibt “profil”.

Von der nunmehrigen Constantia Flexibles Gruppe – OEP ist seit knapp zwei Jahren wieder aus der Firma draußen – hieß es am Samstag auf APA-Anfrage nur, dass man laufende Verfahren nicht kommentiere. Die Constantia ist mittlerweile im mehrheitlichen Besitz der französischen Beteiligungsgruppe Wendel (60,5 Prozent). Rund 27 Prozent hält eine Turnauer Stiftung.

(APA)

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