Bischofshofen zieht Reißleine und entlässt Trainer

Akt.:
1Kommentar
Mirsolav Polak muss seinen Platz als Cheftrainer bei Bischofshofen räumen.
Mirsolav Polak muss seinen Platz als Cheftrainer bei Bischofshofen räumen. - © Krugfoto
Miroslav Polak ist als Coach beim Winterkönig Bischofshofen in der Salzburger Liga Geschichte. Der Verein setzte den Trainer am Donnerstag vor die Türe und hat bereits einen Ersatz parat.




Für Polak wäre am Donnerstagabend wie gewohnt ein Training mit den Ponaguern auf dem Programm gestanden. Als er jedoch vom Vorstand der Bischofshofener zum Rapport bestellt wurde, staunte der hauptberufliche Coach nicht schlecht.

Polak von Bischofshofen freigestellt

Zwei Jahre lang formte Polak das Pongauer Team vom Abstiegskandidaten zum Titelaspiranten in der vierthöchsten österreichischen Spielkasse – nun kam die Trennung. “Ich war sehr überrascht und hätte sehr gerne weitergemacht”, sagte Polak im SALZBURG24-Gespräch. Die Vereinsführung habe ihm die feststehende Entscheidung über seine Freistellung mitgeteilt. Auch für die Spieler kam der Schritt überraschend: “Damit haben wir nicht gerechnet”, äußerte sich Mittelfeldmotor Johann Höllwart. BSK-Boss Partick Reiter sprach indes von einer “einvernehmlichen Trennung”. Polaks gültiger Vertrag ist bis 2019 datiert, bestätigt Reiter. Dennoch soll er vom Verein ohne triftige Gründe freigestellt worden sein.

Thomas Heissl soll Bischofshofen in die Westliga führen./Krugfoto Thomas Heissl soll Bischofshofen in die Westliga führen./Krugfoto

Schwache Testspielergebnisse als Grund?

Zu den Gründen wollte sich Reiter nicht weiter äußern. “Mit einem Gentlemen’s Agreement haben wir uns für eine Trennung entschieden. Die Freundschaft bleibt nach einem emotionalen Abschied erhalten. Das ist uns wichtig”, fügte Reiter an. Die zuletzt negativen Testspielergebnisse könnten den BSK zu dem Schritt bewegt haben. Nur gegen den oberösterreichischen Landesligisten Schalchen konnte gewonnen werden, ansonsten setzte es teils blamable Niederlagen. “Auch im Sommer haben wir kaum Spiele in der Vorbereitung gewonnen, sind allerdings dennoch Winterkönig geworden”, zeigte Polak ein wenig Unverständnis.

Thomas Heissl übernimmt das Ruder

Einen Nachfolger haben die aufstiegswilligen Pongauer schon gefunden. Thomas Heissl heißt der neue starke Mann. Der Oberösterreicher führte Strobl mit zwei Aufstiegen in Folge in die Salzburger Liga. Im Winter nahm der 43-Jährige einen Job in Rieds Akademie an, den er laut Reiter am Donnerstag innerhalb von zweieinhalb Stunden für seine neue Herausforderung auflöste. Der Kontakt entstand vor einem halben Jahr, als Heissl Reiter zu einem Gespräch im Bull Corner getroffen haben soll und ihm seine Philosophie präsentierte.

Seitdem gäbe es regen Telefon-Kontakt, der schlussendlich zu einer Verpflichtung als Cheftrainer intensiviert wurde. “Als akribischer Arbeiter ist er sicherlich der richtige Mann für uns”, erklärte Reiter. Mit sechs Punkten Vorsprung auf Verfolger Neumarkt, der ein Spiel weniger absolvierte, soll das Ziel Westliga-Fußball realisiert werden.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Das Abenteuer kann beginnen! M... +++ - Aggressiver 52-Jähriger geht a... +++ - Europäischer Radgipfel tagt ab... +++ - Heinz Nußbaumer (75) im Sonnta... +++ - Ruperti-Stadtfest in Neumarkt +++ - Dorfstraßenfest in Bergheim +++ - Brutale Attacke auf Busfahrer ... +++ - Heute um 3.54 Uhr begann der H... +++ - Lkw verliert literweise Treibs... +++ - Salzburger Erzbischof Lackner ... +++ - Windspitzen bis zu 120 km/h: S... +++ - Drei Radfahrer bei Unfällen in... +++ - EU-Gipfel in Salzburg: Polizis... +++ - Auffahrunfall mit mehreren Aut... +++ - Räuber beißt Opfer in Salzburg... +++
1Kommentar

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel