Bisher 150 verendete Wildvögel in Vorarlberg gefunden

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Im Hühnerbetrieb in Möggers kann aufgeatmat werden
Im Hühnerbetrieb in Möggers kann aufgeatmat werden - © APA
In Vorarlberg sind seit Ausbruch der Vogelgrippe des hoch pathogenen Typs H5N8 insgesamt 150 verendete Wildvögel gefunden und entsorgt worden. “Am Wochenende waren es 100, seither sind 50 dazugekommen”, sagte Agrar- und Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) am Dienstag auf APA-Nachfrage. Bei dem Verdachtsfall in Möggers dürfte es sich um eine “normale” Grippe gehandelt haben.

In Vorarlberg gilt in einem Umkreis von zehn Kilometern zu dem Putenhof in Hard (Bezirk Bregenz), auf dem sich am Freitag eine Infektion mit dem hoch aggressiven Vogelgrippe-Virus H5N8 bestätigt hatte, Stallpflicht für Hausgeflügel. Betroffen davon sind 13 Gemeinden im Bezirk Bregenz und Dornbirn. Die Stallpflicht werde auch noch einige Zeit aufrecht bleiben, bestätigte Schwärzler.

Man müsse nun erst einmal eine bestimmte Zeit abwarten, in der die Gesamtentwicklung der Vogelgrippe bei den Wildvögeln in Vorarlberg und den betroffenen Nachbarländern genau beobachtet werde. Erst wenn die Zahl der verendeten Wildvögel signifikant zurückgehe, könne man über eine Aufhebung der Schutz- und Überwachungszone sprechen. Klar war für Schwärzler auch, dass man eine solche Entscheidung nur in Abstimmung mit Deutschland und der Schweiz treffen werde, mit den beiden Nachbarländern stehe man diesbezüglich in ständigem Austausch.

Auf einer Hühnerfarm in Möggers (Bezirk Bregenz) war erst am Montag Entwarnung gegeben worden, nachdem man zunächst auch dort von einer Vogelgrippe-Infektion ausgegangen war. Die Tiere seien vermutlich an einer “normalen” Grippe erkrankt, sagte Schwärzler. Fest stehe auf jeden Fall, dass alle 80 am Sonntag gezogenen Proben ein negatives Ergebnis gezeigt hätten, freute sich der Agrarlandesrat. Am Montag habe der Hühnerbestand schon wieder gesund gewirkt.

In der Schweiz wurde zur Eindämmung der Vogelgrippe eine landesweite Stallpflicht für Geflügel verhängt. Damit solle nach dem Auftauchen der hochansteckenden H5N8-Variante am Bodensee und am Genfer See eine Übertragung des Erregers von Wildvögeln auf Hausgeflügel flächendeckend verhindert werden, erklärte das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Dienstag. Die Schutzmaßnahme gilt ab Mittwoch. Für eine Ansteckung in Schweizer Geflügelbetrieben gibt es laut BLV derzeit aber keine Hinweise.

In Deutschland ist wegen der kursierenden Vogelgrippe die größte Vogelschau abgesagt worden. Diese Schau hätte am Wochenende in Kassel stattfinden sollen. Das hochansteckende H5N8-Virus war in den vergangenen Tagen unter anderem bei Wildvögeln in Bayern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg nachgewiesen worden.

(APA)

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