Bleiben die Bullen gegen die Austria ungeschlagen?

Garcia sieht dem Match am Mittwochabend zuversichtlich entgegen.
Garcia sieht dem Match am Mittwochabend zuversichtlich entgegen. - © APA/KRUGFOTO
Seit zwei Jahren sind die Bullen gegen die Austria ungeschlagen. Am Mittwochabend gastiert Salzburg im Happel-Stadion in Wien. Ob sich die Siegesserie im Schlagerspiel fortsetzen wird, wird sich zeigen. Trainer Garcia ist zuversichtlich.

Die Austria will in ihren englischen Wochen mit fordernden Auftritten national wie international in der Meisterschaft nicht nachlassen. Am Mittwochabend gastiert Salzburg im Happel-Stadion, der Meister liegt nach dem jüngsten Ausrutscher derzeit drei Punkte hinter den drittplatzierten Wienern. Den Verfolger auf Distanz zu halten ist Ziel Nummer eins der Hausherren.

Austria seit zwei Jahren sieglos gegen Salzburg

Gegen Salzburg kämpft die Austria gegen eine Unserie an. Seit acht Liga-Duellen bzw. über zwei Jahren sind die Violetten gegen die Roten Bullen sieglos. Auch im ÖFB-Cup setzte es für die Austria in dieser Zeitspanne zwei Niederlagen gegen den Konkurrenten. Derzeit hat die Austria in der Bundesliga aber einen Lauf mit sechs Siegen in den vergangenen sieben Runden. Salzburg hat eine zwiespältige Bilanz vorzuweisen.

Mit der 0:1-Heimniederlage gegen die Admira kassierte der Titelverteidiger den nächsten Rückschlag nach dem verpassten Aufstieg in der Europa League. Eine Woche zuvor war Rapid in Wals-Siezenheim noch völlig verdient mit 2:1 besiegt worden. Knackpunkt im Salzburger Spiel bleibt die Chancenverwertung.

Garcia zuversichtlich

“Wenn wir mit der gleichen Mentalität wie in den zuletzt starken Spielen auftreten, werden wird das Spiel erfolgreich gestalten”, merkte Salzburgs Trainer Oscar Garcia vor der Reise nach Wien an. Sein Sturmduo Munas Dabbur und Hwang Hee-chan vergab gegen die Admira Möglichkeiten auf zumindest ein Remis. Durchblicken ließ Oscar, dass die Torgefährlichkeit mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Jonatan Soriano kleiner geworden ist – auch wenn dies keine Ausrede sein sollte.

“Ich bleibe dabei, dass wir nicht von einem Spieler abhängig sein wollen. Ich gestehe aber ein, was die Tore betrifft, war es bisher schon so”, sagte der Spanier. Sechs der 28 geschossenen Tore der laufenden Saison hat Soriano erzielt, die vereinsinterne Nummer zwei der Torschützenliste ist Außenverteidiger Stefan Lainer mit vier Treffern. Beim 4:1 im ersten Saisonvergleich mit der Austria in der Red-Bull-Arena war Soriano mit drei Toren der auffälligste Mann.

Die Austria bezeichnete Oscar als “sehr starke Mannschaft, vor allem durch die drei gefährlichen Offensivspieler”. Neben Larry Kayode und dem ebenfalls in einer Nachwuchsakademie von Red Bull ausgebildeten Lucas Venuto wird dies voraussichtlich Ismael Tajouri sein. Felipe Pires – ein weiterer Mann mit Vergangenheit in Salzburg – dürfte den angeschlagenen Jens Stryger Larsen wie beim 3:0 in Wolfsberg rechts in der Vierer-Kette ersetzen.

Fink erwartet volle Power von der Austria

Trotz vieler Partien – am Samstag wartet die Admira, am darauffolgenden Donnerstag ebenfalls auswärts das entscheidende Europa-League-Spiel gegen Viktoria Pilsen – würden seine Kicker keine Anzeichen von Müdigkeit zeigen. “Ich erwarte, dass wir mit voller Power ins Spiel gehen”, erklärte Fink vor dem Salzburg-Spiel. Ins offene Messer werde man den Gästen aber nicht laufen. “Den offenen Schlagabtausch zu suchen hat in der Vergangenheit nicht so gut funktioniert”, erinnerte der Deutsche an die jüngsten Auftritte gegen den Meister.

In Liga und Cup ist Salzburg in vier bisherigen Duellen im Jahr 2016 viermal als Sieger vom Feld gegangen. 4:15 lautete dabei das Torverhältnis aus Sicht der Austria. Am Mittwoch soll alles anders sein. “Jede Statistik ist da, um sie zu brechen”, sagte Fink. Ein bisschen liebäugelt der Veilchen-Coach nämlich doch mit einer Überraschung: “Letztes Jahr waren wir Herbstmeister, die Winterkrone haben wir verpasst. Wenn es nun umgekehrt wäre, wäre es mir recht.”

(APA)

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