Brasilien und Argentinien in Torlaune

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Neymar in Torlaune
Neymar in Torlaune
Südamerikas Fußball-Schwergewichte haben sich am Dienstag bei Testspielen in Asien keine Blöße gegeben. Brasilien setzte sich in Singapur gegen Asienmeister Japan mit 4:0 durch, Argentinien ließ den Gastgebern in Hongkong mit 7:0 ebenfalls keine Chance. Überragender Mann der Brasilianer war Superstar Neymar, der alle vier Tore erzielte (18., 48., 77., 81.).


Brasilien gewann damit auch das vierte Spiel nach der verpatzten Heim-WM unter Neo-Teamchef Carlos Dunga zu Null. Vergangene Woche hatte der Rekordweltmeister in Peking bereits die Argentinier mit 2:0 bezwungen. Mitte November gastieren die Brasilianer in Istanbul (14. November) und vier Tage später zum Jahresabschluss des ÖFB-Teams in Wien (18. November).

Neymar hat sich bereits für das Österreich-Gastspiel warm geschossen. Der 22-Jährige vom FC Barcelona, der die Halbfinal-Blamage bei der WM gegen Deutschland (1:7) wegen eines Lendenwirbelbruchs verpasst hatte, überzeugte in seiner Rolle als offensiver Freigeist. “Wir haben ihm gesagt, dass er sich noch in vielen Bereichen verbessern kann”, erklärte Dunga.

Der Nachfolger von Luiz Felipe Scolari hat Neymar die Kapitänsschleife umgebunden. “Als Kapitän hat er jetzt mehr Verantwortung und einen höheren Stellenwert im brasilianischen Team”, meinte Dunga. “Er hat gut reagiert. Trotzdem sieht es immer noch danach aus, als würde er mit seinen Freunden Fußball spielen.”

Tatsächlich war Neymar trotz der schlechten Platzverhältnisse in Singapur die Leichtigkeit anzusehen. Bei seinen ersten beiden Toren profitierte der Angreifer von idealen Lochpässen. In der Schlussphase traf er per Abstauber und per Kopf. Mit nun 40 Länderspieltoren überholte Neymar bereits Brasiliens Stürmerlegende Bebeto. Vor dem 22-Jährigen liegen in der ewigen Bestenliste des Landes nur noch Zico (48 Tore), Romario (55), Ronaldo (62) und Pele (77).

Clubkollege Lionel Messi ist in Argentinien mit 44 Treffern bereits die Nummer zwei hinter Gabriel Batistuta (56). Gegen Hongkong traf der viermalige Weltfußballer ebenso im Doppelpack (66., 85.) wie seine Teamkollegen Gonzalo Higuain (42., 54.) und Nicolas Gaitan (44., 72.). Ever Banega hatte den Vizeweltmeister in Führung gebracht (19.).

Argentiniens Teamchef Gerardo Martino hatte seine Mannschaft nach dem 0:2 gegen Brasilien ordentlich durcheinandergewürfelt. Messi saß wie zahlreiche weitere Stammspieler vorerst nur auf der Bank. “Wir sind in einem Prozess des Wandels, der seine Zeit braucht”, meinte der Superstar. “Auf die Ergebnisse kommt es nur in den offiziellen Bewerben an.” Nächstes Ziel sei der Gewinn der Copa America. Das Kontinentalturnier findet von Juni bis Juli 2015 in Chile statt.

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