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Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1
Rund 360 Filmminuten und knapp 1.600 Romanseiten haben sich die High-School-Schülerin Bella und der sonderliche Vampir Edward bereits angeschmachtet, im nunmehr vierten Film “Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht” wird endlich geheiratet und eine Familie gegründet.

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Das große Finale heben sich die Macher für November 2012 auf. Warum, ist klar: Beinahe 140 Mio. US-Dollar hat das aktuelle Kapitel des Teenie-Melodrams allein in den USA am Startwochenende eingespielt, ab Donnerstag (24. November) sind auch die österreichischen Fans zur “Hochzeit des Jahrhunderts” eingeladen.

Eine strahlende Braut sieht anders aus: Wenn Bella Swan (Kristen Stewart) den Weg zum Altar hinab schreitet, geht sie auch auf das Ende ihres menschlichen Daseins zu. Für ein ewiges Leben mit ihrer großen Liebe Edward Cullen (Robert Pattinson), einem über 100 Jahre alten Vampir im Körper eines 18-Jährigen, will sie nach der Ehelichung selbst zur Untoten werden. Das freut Edwards Vampir-Familie, nicht aber ihren besten Freund, den seit jeher unsterblich in Bella verliebten Wolfsjungen Jacob (Taylor Lautner). Noch größer wird seine Sorge, als Bella überraschend nach dem ersten Mal während der Flitterwochen in Brasilien schwanger wird und das rasant wachsende halb Vampir-, halb Mensch-Baby ihr von innen das Leben auszusaugen droht.

Von scheinbar magischem Sperma eines Untoten und einem gegen die Bauchdecke tretenden Dämonenbaby bis hin zu durch Telepathie kommunizierenden Wölfen wartet “Breaking Dawn” mit zahlreichen unfreiwillig komischen Momenten auf. Bill Condon (“Dreamgirls”) ist der Letzte in der Reihe von Regisseuren, die sich der immer absurder gewordenen Liebesgeschichte angenommen haben. Von seinen Hauptdarstellern verlangt auch der neueste Streifen wenig ab, allein Kristen Stewart darf abgemagert und mit eingefallenem Gesicht noch mehr leiden als bisher – wobei ihr wiederum beeindruckende Computertechnik hilft. Mit einzelnen Horror-Elementen rund um die für Bella beinahe tödliche Geburt ist der neueste Film ein wenig blutiger als seine Vorgänger, mit einem nur kurz weilenden Kampf zwischen Vampiren und Wölfen, die durch das Neugeborene ein uraltes Abkommen verletzt sehen, jedoch weniger ereignisreich.

Die Fans der “Twilight”-Serie werden hier widersprechen, bieten die opulente Hochzeit im Wald und die idyllischen Flitterwochen doch einiges für hoffnungslose Romantiker. All jene, die nicht wie die sogenannten “Twi-hards” dem Phänomen verfallen sind, werden sich indes an der Porträtierung der nach Zuneigung lüsternen Bella stoßen. Die bettelt ihren Frischangetrauten regelrecht um weiteren Sex an, obwohl sein unkontrollierbares Vampir-Temperament beim lang ersehnten, ersten Mal nicht nur das Bett zerstört, sondern auch der zarten Braut jede Menge blaue Flecken zugefügt hat. Bella ist es auch, die trotz drohenden Todes an der Idee einer eigenen Familie festhält, während Edward sie vehement zu einer Abtreibung bringen will.

Dass bei “Twilight” ein fragwürdiges Frauenbild und religiöse Ideale rund um Enthaltung, Ehe und Familie eigentlicher Inhalt der Vampir-Story sind, hat man der Autorin und Mormonin Stephenie Meyer mehrfach vorgeworfen. Fans schreckt das jedoch nicht ab. Um die im Sonnenlicht schimmernden, sich “vegetarisch” nur von Tierblut ernährenden Vampire geht es schon lange nicht mehr – vielmehr ist es die Idee der bedingungslosen, ewig andauernden Liebe, die vor allem Mädchen und Frauen seit sechs Jahren zu faszinieren scheint. Dass die Liebe sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzt, ist auch Thema des finalen Teils: Da bedrohen die in der Vampirwelt machthabenden Volturi die kleine Familie – und Bella darf endlich selbst als Untote mitkämpfen. Bis(s) dass nicht mal der Tod sie und Edward scheidet.

(APA)



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