Brexit-Minister bekräftigt: Keine Zweifel am EU-Austritt

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David Davis bleibt dabei: "Wir treten aus der EU aus"
David Davis bleibt dabei: "Wir treten aus der EU aus" - © APA (AFP)
Großbritannien wird nach Angaben des britischen Brexit-Ministers David Davis auf jeden Fall aus der Europäischen Union austreten. Es gebe “keinen Zweifel – wir treten aus der EU aus”, erklärte der konservative britische Politiker einen Tag vor den am Montag beginnenden Austrittsverhandlungen mit der EU.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere EU-Politiker, darunter Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der Brexit-Beauftragte des EU-Parlaments, Guy Verhofstadt und der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel, betont, Großbritannien könne auch in der EU bleiben.

“Der Austritt gibt uns die Möglichkeit, eine positive neue Zukunft für Großbritannien zu gestalten – eine, in der wir frei sind, unsere Grenzen zu kontrollieren, eigene Gesetze zu verabschieden und zu tun, was souveräne Länder tun”, teilte Davis in einer Stellungnahme mit. Das EU-Land Großbritannien hat allerdings bereits bisher nicht zum grenzkontrollfreien Schengen-Raum Europas gehört.

Er wisse, dass die Gespräche mit der EU an einigen Punkte schwierig werden könnten, erklärte Davis, der als entschiedener Austrittsbefürworter gilt. Großbritannien werde sich nicht von Europa abwenden. “Es ist wichtig, dass wir ein Abkommen erzielen, das sowohl Großbritannien als auch der EU eine gute Entwicklung ermöglicht, als Teile einer neuen tiefen und besonderen Partnerschaft, die wir mit unseren engsten Verbündeten und Freunden wollen.”

Die Gespräche mit der EU wird Premierministerin Theresa May federführend leiten. Das sagte die Chefin des Unterhauses, Andrea Leadsom, am Sonntag in der BBC. Leadsom betonte außerdem, dass es “absolut möglich” sei, die Verhandlungen über einen Austritt aus der EU innerhalb von zwei Jahren abzuschließen. “Wenn es Politiker in der EU und Großbritannien gibt, die den Wunsch nach einem erfolgreichen Abkommen mit niedrigen Zöllen, keinen nicht-tarifären Handelshemmnissen, Freihandel zwischen uns, der Zusammenarbeit bei Sicherheit und anderen Punkten teilen, dann sollte es absolut möglich sein, den Zeitplan einzuhalten”, sagte Leadsom. “Deshalb bin ich sehr optimistisch.”

Der britische Finanzminister Philip Hammond sagte dem TV-Sender ITV, dass sein Land Handelsbeziehungen mit der EU anstreben sollte, “die sich so nahe wie möglich wie die heutigen anfühlen”.

Am Montag beginnen in Brüssel die Brexit-Gespräche zwischen der britischen Regierung und der EU. Sie sollen bis 2019 abgeschlossen sein.

(APA/ag.)

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