NR-Wahl: Briefwahlstimmen sind in Salzburg ausgezählt

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Grüne zittern bis zuletzt
Grüne zittern bis zuletzt - © APA (Gindl)
Die Briefwahlstimmen der Nationalratswahl am Sonntag wurden in Salzburg noch in der Nacht auf Dienstag ausgezählt. Die ÖVP bleibt voran, FPÖ und SPÖ landen dahinter. Die Grünen bleiben auch in Salzburg unter vier Prozent. Auf Bundesebene fliegen die Grünen nach aktuellem Stand aus dem Nationalrat, die SPÖ bleibt auf Platz zwei.

Die Auszählung der insgesamt 44.704 Wahlkarten der Briefwähler in Salzburg die am Montag durchgeführt wurde, brachte eine etwas andere Verteilung der Stimmen auf die Parteien und hat damit auch gewisse Auswirkungen auf das vorläufige Endergebnis der Nationalratswahl 2017. Dies erklärte am Dienstag Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik.

nrwahlgrafik Das vorläufige Ergebnis zur NR-Wahl in Österreich. /APA ©

Grüne profitieren von Briefwählern

Der Stimmenanteil der ÖVP steigt im Vergleich vor und nach der Auszählung der Briefwählerstimmen um 0,2 Prozentpunkte auf 37,8 Prozent, die SPÖ ist mit einem Anstieg von 0,1 Prozentpunkte und einem Anteil von 22,2 Prozent de facto unverändert geblieben. Einen deutlichen Rückgang um 1,3 Prozentpunkte auf nunmehr 24,5 Prozent ist bei der FPÖ festzustellen, während die Grünen durch die Briefwähler am deutlichsten profitiert haben und um 0,5 Prozentpunkte von 3,5 auf vier Prozent gestiegen sind. Auch das NEOS (+0,3 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent) und die Liste PILZ (+0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent) haben in geringem Ausmaß hinzugewonnen, während für die restlichen Parteien die Auszählung der Briefwählerstimmen nur unwesentliche Veränderungen von maximal +/- 0,04 Prozentpunkte ergeben hat.

ÖVP auch in der Stadt klar voran

Nach der Auszählung der Wahlkarten liegt die ÖVP in der Stadt Salzburg bei der Nationalratswahl 2017 an erster Stelle. Kurz vor Mitternacht waren die mehr als 15.700 ausgegebenen Wahlkarten ausgezählt. Die ÖVP erreichte inklusive Wahlkarten 31,44 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 20,32 Prozent im Jahr 2013. Die SPÖ kam in der Stadt Salzburg auf 26,33 Prozent (2013: 23,66 Prozent). Dritte wurde die FPÖ mit 20,44 Prozent (2013: 18,69 Prozent).

Die Grünen schafften samt Wahlkartenstimmen nur 6,73 Prozent (2013: 20,70 Prozent), die NEOS 6,87 Prozent (2013: 6,35 Prozent). Die neue Liste Pilz erhielt inklusive Wahlkarten 5,29 Prozent der Stimmen.

Endgültiges Ergebnis zur Nationalratswahl am Donnerstag

Unter Einrechnung der Briefwahlkarten entfallen damit auf die ÖVP 118.503 Stimmen, (+11,1 Prozentpunkte gegenüber 2013), auf die SPÖ 69.749 (-0,8 Prozentpunkte), auf die FPÖ 76.906 (+3,3 Prozentpunkte), auf die Grünen 12.543 (- 10,8 Prozentpunkte), auf NEOS 17.709 (+1,1 Prozentpunkte), auf die Liste PILZ 11.004 (+3,5 Prozentpunkte), auf die FLÖ 2.193 (+0,7 Prozentpunkte), auf die KPÖ 1.897 (-0,0 Prozentpunkte), auf GILT 2.757 (+0,9 Prozentpunkte) und auf die Weißen 640 Stimmen (+0,2 Prozentpunkte). In diesem vorläufigen Ergebnis sind die Stimmen der Wahlkartenwähler noch nicht enthalten. Diese Stimmen werden erst am Donnerstag ausgezählt. Dann steht das endgültige Ergebnis der Nationalratswahl 2017 fest.

Von den eingelangten Briefwahlkarten waren 44.420 gültig. Davon entfielen 17.196, das sind 38,7 Prozent, auf die ÖVP. 10.123 (22,8 Prozent) haben für die SPÖ votiert, 7.340 (16,5 Prozent) für die FPÖ, 3.288 (7,4 Prozent) für NEOS, 3.170 (7,1 Prozent) für die Grünen und 2.059 (4,6 Prozent) für die Liste PILZ. Auf GILT entfielen 486 Stimmen, das sind 1,1 Prozent, die KPÖ erhielt 362 Stimmen, das sind 0,8 Prozent, die FLÖ erhielt 312 Stimmen (0,7 Prozent) und auf die Weißen entfielen 84 bzw. 0,2 Prozent aller Briefwahlstimmen.

Auswirkungen auf die Mandatsverteilung in Salzburg

Die Auszählung der Stimmen der Briefwahlkarten hatte keine Auswirkungen auf die Mandatsverteilung im Land Salzburg. Insgesamt werden acht Mandate im Land Salzburg vergeben, davon vier an die ÖVP und jeweils zwei an SPÖ und FPÖ.

Höchste Wahlbeteiligung seit 2002

Die Wahlbeteiligung steigt nach Auszählung der Briefwählerstimmen auf 80,2 Prozent und wird sich nach Auszählung der Wahlkartenstimmen fremder Wahlkreise am Donnerstag noch auf rund 80,4 Prozent erhöhen. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber der Nationalratswahl 2013 um 5,9 Prozentpunkte und die höchste Wahlbeteiligung seit dem Jahr 2002.

Rangverschiebungen auf Bezirksebene

Die Auszählung der Stimmen der Briefwähler hat auf Bezirksebene ebenfalls zu leichten Verschiebungen der Wähleranteile geführt. An der Rangliste der Parteien haben sich jedoch in keinem einzigen Bezirk Veränderungen ergeben.

Die vorläufigen Wahlergebnisse auf Bundesebene

Mit der Auszählung der Briefwahl am Montag überholte sie die FPÖ und liegt nun auf Platz 2. Die Grünen müssen sich darauf einstellen, den Nationalrat tatsächlich zu verlassen. Sie kamen Montagnacht nur auf 3,76 Prozent. Und am Donnerstag sind nur noch 36.000 Wahlkarten auszuzählen.

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