Britische Medien und Politiker schüren Hass auf Migranten

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Diese Leute haben Hass nicht verdient
Diese Leute haben Hass nicht verdient - © APA (AFP/Archiv)
Britische Boulevardmedien schüren nach Ansicht von Experten des Europarats Hass gegen Migranten. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Folge sei ein Anstieg von rassistischen Übergriffen, so die Experten.

Wie es in dem Bericht heißt, verwendet eine Reihe von Zeitungen, die zu den auflagenstärksten im Land gehören, regelmäßig beleidigende diskriminierende und aggressive Begriffe gegenüber Migranten. Zugleich sei die Zahl von Übergriffen mit rassistischem, antisemitischen oder sexistischen Motiven in Großbritannien zeitweise stark gestiegen. “Es ist kein Zufall, dass rassistische Gewalt in Großbritannien zunimmt, während wir zur gleichen Zeit beunruhigende Beispiele von hasserfüllten Äußerungen in Zeitungen, Online und sogar von Politikern hören”, sagte der ECRI-Vorsitzende Christian Ahlund.

Mediale Hetze gegen Minderheiten

Die Boulevardzeitung “The Sun” hat dem Bericht zufolge zum Beispiel im Jahr 2015 einen Artikel über Flüchtlinge mit dem Titel überschrieben “Rettungsboote? Ich würde Kanonenboote verwenden, um Flüchtlinge aufzuhalten”. In dem Beitrag seien Migranten zudem mit “Kakerlaken” verglichen worden. Auch andere Minderheiten wie Roma, Transsexuelle und Muslime würden in Zeitungen und Sozialen Medien häufig negativ dargestellt, heißt es in dem Bericht.

ECRI wertet Berichte von NGOs und Behörden aus

ECRI erstellt laufend Berichte zu Rassismus, Fremdenhass, Intoleranz und Diskriminierung in den 47 Mitgliedsländern des Europarats. Für den Bericht hat ECRI Daten von Nichtregierungsorganisationen und Behörden ausgewertet. Erfasst wurden Ereignisse zwischen 2009 und dem 17. März dieses Jahres. Auch nach dem Brexit-Votum vom 23. Juni kam es in Großbritannien zu einem Anstieg ausländerfeindlicher Vorfälle.

(APA/dpa)

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