Akt.:

Budget: Demonstration von Schülern und Studenten in Salzburg

Budget: Demonstration von Schülern und Studenten in Salzburg
In der Stadt Salzburg machten am Freitag um 17 Uhr Studenten, Schüler, Uni-Professoren und Familien ihren Unmut über die Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich kund. Ausgangspunkt der Demonstration war der Mirabellplatz, die Abschlusskundgebung stieg um 18.30 Uhr auf dem Kapitelplatz.

Korrektur melden

Zu dem Protest riefen 30 Organisationen auf – von der Österreichischen Hochschülerschaft über den Katholischen Familienverband bis zur Gewerkschaftsjugend. “Wir rechnen mit 500 bis 1.000 Teilnehmern”, wie Svjetlana Vulin vom ÖH-Vorsitzteam bei einer Pressekonferenz erklärte.

“Vermögen besteuern statt auf Kosten der Bildung und sozial Schwachen sparen”, forderten Robert Buggler von der Salzburger Armutskonferenz und die Vizerektorin der Fachhochschule Salzburg, Karin Mairitsch. Die geplanten Kürzungen würden die Ungleichheit in der Gesellschaft noch verstärken: “Die sozialen Folgekosten steigen an, ärmere Kinder haben noch geringere Bildungschancen als bisher”, warnte Buggler.

“Die höhere Kapitalertragssteuer auf Wertpapiere ist mit 30 Mio. Euro pro Jahr angegeben, mit 57,90 Mio. Euro Euro müssen Studenten, die das 24. Lebensjahr bereits überschritten haben, aber fast doppelt so viel beitragen. Die höhere Stiftungsbesteuerung soll 50 Mio. Euro bringen, die Reduzierung der 13. Familienbeihilfe auf schulpflichtige Kinder und die Deckelung derselben mit 100 Euro soll aber mit insgesamt 167,80 Mio. Euro mehr als das Dreifache für das Budget bringen”, veranschaulichte Buggler die “deutliche Schieflage des Konsolidierungsbudgets“.

Die Regierung dürfe nicht zulasten der Familien sparen, denn diese “erbringen unentgeltliche und unersetzliche Leistungen für die Gesellschaft und sind keine Almosenempfänger“, betonte die Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes, Marie-Luise Zuzan. Bei einer monetären Bewertung dieser Leistungen – beispielsweise für Krankenpflege und Gesundheitsvorsorge – würde das BIP um 50 Prozent ansteigen, sagte Zuzan. Durch das “Kürzungspaket” fühlten sich die Familien aber abgewertet, vor allem Mehrkind-Familien und Alleinerziehende quälten Zukunftsängste, aber auch die breite Mittelschicht sei immer mehr verunsichert.

Die Paris-Lodron-Universität Salzburg sei durch die Einsparungen mit 3,5 Mio. Euro ab dem Jahr 2014 betroffen. Da aber die Ausgaben jährlich um 3,5 Prozent steigen würden und die Fixkosten 92 Prozent des Budgets ausmachten, “ist der Spielraum ein sehr geringer”, betonte Vulin. Inklusive Studiengebührenersatzleistungen drohe dann ein jährlicher Verlust von bis zu zehn Mio. Euro.

Die Sparmaßnahmen würden sich zwar nicht personell auf die Fachhochschule auswirken, “aber es wird einen Zuwachsstopp geben und der Forschungsbereich betroffen sein. Wir werden zusätzliche Studienplätze nicht mehr bereitstellen können”, warnte die FH-Vizerektorin. Von der Streichung der Familienbeihilfe seien 17 Prozent der österreichischen Studenten der Fachhochschule betroffen. Zwei Drittel aller FH-Studenten müssten bereits neben dem Studium arbeiten. Kosmetische Operationen an dem Sparpaket würden nichts bringen, wichtig seien Zukunftsinvestitionen, die sich rechnen, hieß es. Weitere Demonstrationen sind geplant.



Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

Mehr auf Salzburg24.at
Ring-Bäckerei vor Verkauf: Zahlreiche Salzburger Filialen betroffen
Die oberösterreichische Ringbäckerei steht offenbar vor dem Verkauf. Die Zukunft soll damit wieder positiv werden. Der [...] mehr »
Kostenfalle Handy: Wenn böse Überraschungen warten
Kinderleichte Bezahlmodelle führen oft zu bösen Überraschungen am Monatsende, warnt die Arbeiterkammer Salzburg. Vor [...] mehr »
Klessheim goes Manhattan: Die Käse- und Weinbotschafterin
Eine Lehrerin der Tourismusschule in Salzburg-Klessheim ist auf der „Fancy Food Show“, einer der größten [...] mehr »
Autoverkäufer fälscht Verträge und heimst Gewinn ein
Ein 29-jähriger Autoverkäufer aus dem Flachgau soll mehrere Kaufverträge gefälscht und die daraus resultierenden [...] mehr »
“Ist mir Wurst!”: Conchita klagt Partneragentur aus Salzburg
Mit den Worten "Auf wen oder was Sie stehen, ist mir Wurst!" und dem Bild einer sich rasierenden Dame wirbt der [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als SALZBURG24.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren