Bürgermeister-Stichwahl in der Stadt Salzburg: 15 Fragen an die Kandidaten

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Einer der beiden wird Salzburgs neuer Bürgermeister.
Einer der beiden wird Salzburgs neuer Bürgermeister. - © Neumayr
Harald Preuner oder Bernhard Auinger, ÖVP oder SPÖ – wer macht das Rennen um den begehrten Bürgermeistersessel in der Stadt Salzburg? Schon jetzt steht fest, die Stichwahl am 10. Dezember wird mehr als knapp. Für SALZBURG24 haben sich beide Kandidaten einem etwas anderen Fragebogen gestellt.

In welchen Bereichen unterscheiden sich Preuner und Auinger, was haben sie gemeinsam und wie realistisch sind ihre Wahlversprechen? Mit den folgenden 15 Fragen an die beiden Bürgermeister-Stichwahlkandidaten haben wir versucht, das herauszufinden. Lasst euch überraschen!

1. Warum sind Sie Politiker geworden?

Harald PREUNER: Weil es mir als Stadtsalzburger schon immer sehr wichtig war, wie sich meine Heimatstadt entwickeln soll. Nur meckern allein war mir da zu wenig, deswegen wollte ich mitgestalten.

Bernhard AUINGER: Weil ich mich immer schon für die Anliegen anderer Menschen eingesetzt habe und in dieser wunderschönen Stadt gestalten will.

2. Was war in Ihrer politischen Tätigkeit bisher das Wichtigste, das Sie erreicht haben?

Harald PREUNER: Nach Jahrzehnten der Diskussion wird endlich das neue Paracelsusbad gebaut.

Bernhard AUINGER: Im Budget 2018 die Mittel zur Abschaffung des Sommerfahrplans beim Obus auf den wichtigsten Linien durchgesetzt zu haben.

3. Was möchten Sie als Politiker unbedingt erreichen?

Harald PREUNER: Meine Heimatstadt in eine lebenswerte und gute Zukunft zu führen.

Bernhard AUINGER: Ich möchte diese Stadt zur lebenswertesten Stadt Österreichs weiterentwickeln.

4. Was wird das erste sein, dass Sie direkt nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses tun werden?

Harald PREUNER: Meine Frau bekommt einen dicken Kuss – so, oder so.

Bernhard AUINGER: Meine Frau und meine Kinder umarmen.

5. Was ist das erste Vorhaben, das Sie als Bürgermeister umsetzen wollen?

Harald PREUNER: Eine lückenlose politische Aufklärung der SWAP-Causa.

Bernhard AUINGER: Die Gründung der Planungsgesellschaft für die Stadtregionalbahn.

6. Was machen Sie, wenn Sie die Wahl nicht gewinnen?

Harald PREUNER: Dann arbeite ich als Bürgermeister-Stellvertreter mit den mir zugeteilten Ressorts für die Salzburgerinnen und Salzburger weiter.

Bernhard AUINGER: Dann werde ich als Vizebürgermeister meinen 7-Punkte-Plan vorantreiben.

7. Was schätzen Sie am anderen Kandidaten?

Harald PREUNER: Seine Gesprächsbereitschaft.

Bernhard AUINGER: Seine Gelassenheit, ihn kann nichts aus der Ruhe bringen.

8. Was ist der größte Kritikpunkt am Gegenüber? 

Harald PREUNER: Ich möchte mich nicht negativ über meine politischen Mitbewerber äußern.

Bernhard AUINGER: Harald Preuner steht Veränderungen grundsätzlich nicht von vornherein positiv gegenüber, will lieber verwalten.

9. Womit glauben Sie bei den Wählern punkten zu können? 

Harald PREUNER: Mit meiner erworbenen Erfahrung, meinem lösungsorientierten Zugang zur Politik und meinem Gespür dafür, zukünftige Entwicklungen richtig einschätzen zu können.

Bernhard AUINGER: Meine Stärke ist der persönliche Kontakt mit den Menschen. Sie spüren, dass mein Einsatz, etwas vorwärts zu bringen, ehrlich gemeint ist.

10. Öffis, Auto oder Fahrrad: Wie sind Sie in der Stadt unterwegs? 

Harald PREUNER: Meistens zu Fuß.

Bernhard AUINGER: Beruflich bedingt bin ich häufig mit dem Auto unterwegs. Am Abend oder an den Wochenenden bin ich häufig mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmittelmitteln, wenn ich zu Sportveranstaltungen fahre, unterwegs.

11. Hat Salzburg in zehn Jahren noch ein Verkehrsproblem?

Harald PREUNER: Wenn alle mithelfen (Stadt, Land und Umlandgemeinden) nein.

Bernhard AUINGER: Wenn ich Bürgermeister werde nicht: Ich werde mit vollem Einsatz dafür arbeiten, diesen gordischen Knoten zu lösen. Hier geht es nicht nur um den Verkehr, sondern auch um die Lebensqualität der Salzburgerinnen und Salzburger sowie um den Wirtschaftsstandort Salzburg.

12. Mieten oder kaufen: Welchen Tipp würden Sie ihren Familienangehörigen geben? 

Harald PREUNER: Kaufen, denn Eigentum schafft Unabhängigkeit.

Bernhard AUINGER: Diese Frage stellt sich für viele Salzburgerinnen und Salzburger leider nicht, weil für einen Kauf meistens die notwendigen finanziellen Mittel fehlen. Daher möchte ich auch eine Wohnbauoffensive starten.

13. Fühlen Sie sich von den Medien fair behandelt und warum (nicht)?

Harald PREUNER: Ja.

Bernhard AUINGER: Ganz klar ja!

14 .Was wünschen Sie sich von den Salzburgern?

Harald PREUNER: Dass sie zur Wahl gehen, denn eine niedrige Wahlbeteiligung schadet unserer Demokratie.

Bernhard AUINGER: Dass sie zahlreich an der Stichwahl teilnehmen und das Angebot der Politik, mit den Bürgerinnen und Bürgern direkt in Kontakt zu treten, annehmen. Ich möchte ein Bürgermeister sein, der für die Menschen jederzeit ansprechbar ist.

15. Was lieben Sie an Salzburg am meisten?

Harald PREUNER: Die Menschen, die Architektur, die Landschaft, unsere Geschichte und das kulturelle Erbe.

Bernhard AUINGER: Die Annehmlichkeiten (Lebensqualität, Sicherheit) einer der schönsten Städte Europas und gleichzeitig den Luxus, in wenigen Minuten in den Bergen oder an den Seen zu sein.

 

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