Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg: Aufregung um Auingers Wahlwerbung

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Auinger will am Sonntag die meisten Wähler überzeugen.
Auinger will am Sonntag die meisten Wähler überzeugen. - © APA/Barbara Gindl/Archiv
Der Wahlkampf in der Stadt Salzburg befindet sich im Endspurt. Die beiden Stichwahl-Kandidaten Harald Preuner (ÖVP) und Bernhard Auinger (SPÖ) versuchen derzeit noch neue Wähler zu gewinnen. Eine Vorgehensweise Auingers stößt dabei dem gescheiterten Andreas Reindl (FPÖ) sauer auf: Wahlwerbung auf Türkisch.

„Die SPÖ richtet – unter Ausschluss sämtlicher österreichischer Wähler – ihre Wahlpropaganda in Parteiesperanto an eine Wählerschicht, die offensichtlich gar nie in den Genuss der deutschen Sprache kommen soll“, echauffiert sich Reindl in einer Aussendung. Konkret geht es um postalische Wahlwerbung, die Auinger derzeit an Wahlberechtigte verschickt. Die FPÖ empört sich dabei über die Sprache des Schreibens: Türkisch.

Mehrsprachige Werbung gegen niedrige Wahlbeteiligung

Wie Bürgermeisterkandidat Auinger im Gespräch mit SALZBURG24 aufklärt, handle es sich dabei nicht um „Wahlaufrufe in geheimer Parteisprache“, wie von der FPÖ kolportiert, sondern man wolle Menschen zielgruppengerecht erreichen. Die Aufregung darum könne er keinesfalls verstehen, denn „auch H.C. Strache hat in seinem Wahlkampf mehrsprachige Wahlwerbung verschickt“, kontert er.

Das Schreiben wurde etwa 1.000 Mal in verschiedenen Sprachen ausgesandt, unter anderem Türkisch und Bosnisch, führt Auinger aus. Zudem sei jeweils auf der Rückseite der Wortlaut in deutscher Sprache abgedruckt. „Wir wollen dadurch möglichst viele Wähler erreichen, um der niedrigen Wahlbeteiligung entgegenzuwirken“, erklärt der SPÖ-Kandidat weiter, „denn gerade EU-Bürger und Menschen aus anderen Ursprungsländern gehen erfahrungsgemäß eher selten zu einer Wahl“. Im ersten Wahldurchgang lag sie bei lediglich 43,79 Prozent – dem niedrigsten Wert seit Einführung der Bürgermeisterdirektwahl im Jahr 1999.

Zu den Adressen komme er über die Wählerverzeichnisse – diese sind für alle Parteien einsehbar, allerdings werden dort keine Nationalitäten gelistet – sowie über einzelne Vereine und Veranstaltungen.

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